Chronik

Feierliche Entlassung

Die ersten Schüler der Abschlussklasse 11/12 werden aus der HLS verabschiedet:

Inmitten verschiedener Ereignisse am Ende des Schuljahres fand am 13.Juli 2020 eine ganz besondere Feier an unserer Schule statt: Mit Janek und Pascal wurden die ersten Schüler nach Vollendung von zwölf Schuljahren aus der in Niedersachsen einzigartigen Abschlussklasse für Schüler*innen mit Unterstützungsbedarf im Bereich der Geistigen Entwicklung verabschiedet. Im „Grünen Klassenzimmer“ auf dem Schulhof wurde ein sehr feierlicher Rahmen geschaffen. Unter Wahrung der Abstandsregeln, in der leider durch die derzeitigen Hygieneauflagen begrenzten Runde aus persönlich eingeladenen Gästen, konnte die Feier zur Freude aller stattfinden.

Dies war nicht nur ein bewegender Tag für die zwei jungen Männer, ihre Eltern, ihre Mitschülerinnen, ihr Klassenleitungsteam und alle ihre Begleiter*innen. Auch für die Schule selbst handelte es sich um einen herauszuhebenden Moment: Lange hatten sich Vertreter*innen der Schulgemeinschaft gemeinsam mit der Schulleitung und engagierten Eltern dafür stark gemacht, für Schüler wie Janek und Pascal einen Anschluss an die ersten zehn Jahre inklusiver Beschulung zu entwickeln, sodass kein Schulwechsel für die letzten zwei Schulbesuchsjahre an eine Förderschule erfolgen muss.  Zu Beginn dieses Schuljahres konnte die Klasse 11/12 endlich starten. Pascal und Janek hatten vorher bereits das zehnte Schuljahr wiederholt, als Überbrückung. In der ganz neuen Abschlussklasse ging es für sie dann sofort auf die Zielgerade in Richtung Ende der Schulzeit und Eintritt ins Erwachsenen- und Berufsleben - anders als für ihre Mitschülerinnen im elften Schuljahr, denen nun noch ein weiteres Jahr in der Abschlussklasse bleibt.

Im Stundenplan der Abschlussklasse nehmen Bereiche wie Lebensplanung und Berufsorientierung den größten Teil ein, neben Unterrichtsanteilen gemeinsam mit Schüler*innen der gymnasialen Oberstufe, z.B. im Darstellenden Spiel und im Sportunterricht. An zwei Tagen in der Woche lernen die Schüler*innen außerhalb des Schulgebäudes: Am Praxistag wird in einem individuell gewählten Betrieb gearbeitet, an einem weiteren Tag gibt es praktischen Unterricht an der BBSIII.  Pascal lernte im Gartenbau und Janek im gut ausgestatteten Hauswirtschaftsbereich. Die Vielfalt des Schulalltags in der Abschlussklasse wurde den Gästen der Feierstunde rhythmisch eindrucksvoll vom Team aus Lehrerinnen, Pädagogischem Mitarbeiter und Schulbegleiterinnen im Sprechgesang anhand von Schlagworten präsentiert. In weiteren Beiträgen fehlten auch Hinweise auf diverse Erlebnisse während der zwei Oberstufenfahrten nicht, darunter die Berufsorientierungsfahrt nach Ahlhorn sowie die Berlinfahrt mit dem zwölften Jahrgang der Schule.

Erinnerungen an gemeinsame Fahrten als Oberstufenschüler flossen genauso in die gut ausgearbeitete Rede der beiden jungen Erwachsenen ein. Pascal betonte zudem, dass ihm der Geschichtsunterricht in der 11a besonders gefallen habe, sein Ehrengast Lennart, der noch bis zum Abitur weiter an der HLS bleiben wird, freute sich mit. Janek spannte in seinem Beitrag einen Bogen vom ersten Schultag, an dem er zu früh kam und in der Wartezeit an einem Computer arbeiten durfte, zu seinem nun weiter entwickelten praktischen Interesse (auch, aber nicht nur im IT-Bereich). Da hatte auch sein Ehrengast, Uwe Pistoor als unser Schulassistent, seine Freude!

Allerdings fand in den Worten der beiden die eine oder andere Kritik ebenso ihren Platz: Sie hätten sich manchmal gewünscht, eher so wie in der Mittelstufe in Fächern zu lernen und auch die eine oder andere Klassenarbeit hätten sie durchaus vermisst. Das bestätigten die anerkennenden Worte des Klassenleitungsteams: Die beiden hätten nicht nur im Vorfeld der Einrichtung der Abschlussklasse mitgemischt, sondern ihre kritische Haltung bewahrt und diese immer wieder an verschiedenen Stellen eingebracht. Das sei natürlich manchmal für Lehrerinnen anstrengend gewesen, aber noch größer sei der Gewinn für die Schule: Die ersten Schüler eines ganz neuen Unterrichtszweigs haben aktiv zur Weiterentwicklung seines Konzepts beigetragen!

Die explizite Einladung, sich in der Schule unbedingt dann und wann wieder sehen zu lassen, wurde gleich in mehreren Redebeiträgen an die beiden Abschlussschüler gerichtet. Und vielleicht können die zwei zu einem späteren Zeitpunkt sogar im Rahmen des Unterrichts in den Bereichen Lebensplanung und Berufsorientierung Erfahrungen und Tipps an Jüngere weitergeben?!

Zunächst werden sie jedoch mit guten Wünschen hinaus geschickt ins Leben außerhalb der HLS, im Gepäck neben dem Abschlusszeugnis einen Baum, an dem die Grüße und Wünsche der bisherigen Begleiter*innen von den Mitschülerinnen befestigt wurden. Alles Gute, Janek und Pascal!

 

 

 

Abiturentlassung 2020

Am Freitag den 10.07.2020 wurde der aktuelle Abiturjahrgang am Nachmittag feierlich im Marschwegstation entlassen. Unter den gebotenen Regeln für größere Veranstaltungen haben wir einen würdigen Abschluss für diesen tollen Jahrgang finden können. Die Bilder sollen zumindest einen kleinen Eindruck von der Veranstaltung vermitteln.   

Bereits am 11. März gewann der WPK Kunst des 10ten Jahrgangs den zweiten Platz im Projektwettbewerb IM con TAKT MIT DEMENZ. Das Oldenburger Bündnis Pflege hatte dazu aufgerufen, sich im Unterricht kreativ mit der Erkrankung Demenz auseinander zu setzen. Bei der Auftaktveranstaltung im September 2019 konnten wir die ersten Einblicke in dieses für uns ungewohnte Thema sammeln und viele Impulse bekommen. Im Unterricht folgte dann eine intensive Auseinandersetzung mit den verschiedenen Aspekten der Auswirkungen der Erkrankung.

Es entstanden Zeichnungen, malerische Werke und Objekte, die auf sehr unterschiedliche Art und Weise Gefühle, Ängste und die Annäherung an Demenzkranke sehr beeindruckend verbildlichen. Die geplante Ausstellung aller Werke in unserer Schule fiel leider bisher der Corona-bedingten Umstände zum Opfer, wird aber vielleicht noch nachgeholt. Ursprünglich hätte der WPK als Preis eine Reise nach Bremen zum „Universum“ gewonnen, alternativ konnten sich alle beteiligten Schüler*innen über ein Paket mit diversen Gutscheinen freuen.

J. Haase

Spannender konnte die Zeugnisausgabe für den Jahrgang 10 der HLS kaum sein und das in zweierlei Hinsicht. Zum einen war lange unklar, ob und wie überhaupt irgendetwas stattfindet und zum anderen, wie es dann ablaufen wird. Die erste Frage konnte vor ca. zwei Wochen geklärt werden. Die Stadt Oldenburg gab ihre Zusage, dass wir das Marschwegstadion dafür nutzen könnten. Nun begann die heiße Phase der Planung und mindestens „1000 Dinge“ mussten bedacht, vorbereitet und im Stadion dann installiert werden. Der erste Schritt war getan.

Die zweite Frage, die sich dann stellte war, ob das jetzt auch alles aufgeht, was wir uns ausgedacht hatten und vor allen Dingen, ob das Wetter mitspielt. Und siehe da, gespannte Schüler*innen und Eltern strömten auf die Tribüne. Das Programm war durchaus aufgelockert: Vielfältige und humorvolle Reden wechselten sich ab. Höhepunkt in beiden Veranstaltungen war allerdings die Zeugnisübergabe. Entweder wie geplant mit Übergabe auf dem Siegertreppchen,  oder bei strömenden Regen unter dem Stadiondach erhielten alle Zehntklässler ihren verdienten Abschluss. Auch ein Gruppenfoto konnte unter den aktuellen Abstandsregeln geschossen werden. Zum Schluss gingen zufriedene und glückliche Schüler*innen von der Tribüne.

Zusammenfassend können wir festhalten: Auch wenn die letzten Schultage eher die Gemeinsamkeit in den Klassen unterlaufen haben, bei der Zeugnisausgabe haben sich alle ins Zeug gelegt und dem JG 10 einen würdevollen und unvergesslichen Abschluss ihrer ersten Schulkarriere bereitet. Und auch für den nicht stattgefundenen Abschlussball haben wir eine Alternative gefunden. Viel Glück für die Absolventen*innen und vielen Dank an alle Helfer*innen! 

Helene Lange - Ein Leben

Darstellendes Spiel in Zeiten von Corona - WPK DS 11:
Unsere allererste DS-Stunde im Sommer 2019 war für uns alle ein wenig irritierend, wenn nicht sogar beschämend. Niemand hatte zuvor geschauspielert, weshalb wir uns alle ziemlich anstellten.

Heute, bei unserer letzten DS-Stunde, ist unser Ego um einiges gewachsen, denn wir alle können von uns sagen, dass wir einiges geleistet haben. Dank Frau Schlalos sind wir über unseren Schatten hinweggesprungen und sehen uns insgeheim schon im nächsten Broadway Stück. 

Mit der Hilfe von Frau Viertelhaus haben wir sogar unsere eigenen Kostüme genäht und durch Herrn Burchards haben viele ihre musikalische Seite entdeckt.

Wir haben mit viel Spaß und Freude an dem Stück über Helene Lange gearbeitet – und uns auch von Corona nicht davon abhalten lassen. Am Ende haben wir einen Trailer von unserem Stück zusammengeschnitten, um euch dieses Jahr doch noch einen kleinen Einblick in unsere Arbeit geben zu können. Wir hoffen sehr – und werden alles in unserer Macht stehende versuchen, damit wir das Stück im nächsten Schuljahr 2020/21 doch noch aufführen können.

Mavie Sellere, 11a

Die Welt ist außer Atem

2020: Darstellendes Spiel in Jahrgang 12 – Theater ohne Zuschauer:

Wir hatten eine Mission - ein Theaterstück zu kreieren, das die aktuellen Missstände der Welt, ob in sozialer oder ökologischer Weise, aufdecken sollte. Da wir aber rund um die Uhr mitbekommen, wie Menschen immer wieder davon sprechen wie „schlecht“ alles ist, wollten wir dem etwas anderes gegenüberstellen. Also setzten wir uns als Leitmotiv die „Hoffnung“. Was wurde denn schon bewirkt? Wer hilft eigentlich die ganze Zeit? Wer rettet uns? Und uns fiel auf, dass wir darüber noch gar nicht so viel Wissen hatten. Aber was hätten wir zu unserer Verteidigung vorzubringen, wenn die Götter beschließen würden, die Erde als gescheitertes Projekt zu vernichten? Was haben wir Menschen eigentlich je für die Erde getan? Also forschten wir nach und informierten uns über Menschen, die aktiv zu einer besseren Welt beitragen oder beigetragen haben: die Preisträger des „Right Livelihood Awards“ (Alternativer Nobelpreis). Ihre Arbeit haben wir als Inspiration genommen. Dabei sind wir auf beeindruckende Menschen gestoßen, die teilweise unter Einsatz ihres Lebens für die Bewahrung der Natur und das Ende der Gewalt gekämpft haben oder immer noch kämpfen. Um die Zuschauer an den Erkenntnissen unserer Forschungsreise teilhaben zu lassen, haben wir Figuren für eine Reisegruppe* erarbeitet, die die Suche nach der Hoffnung in katastrophalen und tragischen Weltsituationen auf sich nehmen. Sie bereisen zunächst das Amazonasgebiet und begegnen den Yanomami, dann reisen sie nach China und erleben Gewalt an Frauen. Schließlich endet ihre Reise in USA, wo Chemiekonzerne ungestraft Gewässer verseuchen. Aber ist das genug? Ist das Projekt Erde nicht trotzdem gescheitert? Oder gibt es noch Hoffnung?

Dieses motivierende und vielseitige Theaterstück, an dem wir das letzte Jahr gearbeitet haben, konnten wir aufgrund der aktuellen Lage nicht aufführen. Daher würden wir sehr gerne einen kleinen Einblick in unser Projekt liefern, anhand eines selbstgestalteten Trailers, bestehend aus Action, Drama, der traurigen Wahrheit und mit einer Prise Humor. Wir hoffen wir haben euer Interesse für unser Projekt geweckt, viel Spaß beim Gucken! J

 

Von Chantal Mouawad und Alexa Schmitz, DS-Kurs Frau Schlalos

 

*Diese Reisegruppe besteht aus sehr unterschiedlichen Charakteren, die die verschiedenen Arten von Menschen repräsentieren. Zum einen gibt es die Tussi – welche Oberflächlichkeit und Naivität wiederspiegelt. Der Junkie sieht die Welt und ihre zahlreichen Facetten sehr blauäugig. Der Besserwisser und seine Rolle dienen dazu, dass das Theaterstück auch mit informativem Wissen gefüllt wird. Damit muss er auch immer wieder prahlen und angeben ;). Außerdem gibt es noch den Esel. Der Esel symbolisiert die betroffenen Tiere und wie die Auswirkungen menschlichen Fehlverhaltens (z.B. Klimawandel, Abholzung im Amazonas) ihre Lebensart und ihren Lebensraum beeinflussen. Er gibt den Tieren mit seinem entzückenden „IA“ eine Stimme.

 

Der Austausch nach Chile 2019/2020

Von unserer Schule aus ist es jedes Jahr möglich  im 11. Jahrgang für ungefähr drei Monate einen Auslandsaufenthalt in Chile wahrzunehmen. Wir haben dort eine deutsche Partnerschule, die sich in Viña del Mar befindet. Letztes Jahr haben eine weitere Schülerin (Caroline Bönisch) und ich (Charlotta Wohlert) diesen Aufenthalt wahrgenommen und sind Ende August von Hamburg über London nach Santiago (Hauptstadt von Chile) geflogen.

Am Flughafen wurden wir jeweils von unseren Austauschülerinnen und Familien abgeholt, bei denen wir für die nächsten drei Monate gelebt haben. Um in den Ort zu kommen, wo wir gelebt haben, mussten wir mit dem Auto noch eine Stunde fahren. Die Städte Viña del Mar und Valparaíso liegen direkt neben einander am Meer und haben beide eine zugängliche Strandpromenade, welche wir in der Zeit auch häufig besucht haben. Meine Austausschülerin lebt in Quilpué, einem kleinern Ort ein wenig weiter im Inland. Von dort aus ist man mit der Metro eine halbe Stunde ans Meer und ins Zentrum von Valparaíso gefahren.

Nach ein bis zwei Wochen waren wir beide auch gut in der Familie angekommen und man kam immer mehr in einen Alltag rein. Wir mussten beide morgens mit zur Schule, jedoch hatten einige Klassen sehr viel Unterricht auf Deutsch und teilweise konnten wir sehr viel verstehen. Außerdem durften wir jeden Tag den Unterricht um ein Uhr verlassen, um unseren freien Nachmittag selbst zu gestalten. Die anderen Schüler hatten meistens bis 17 Uhr Schule. Bis Mitte September waren noch einige Austausschülerinnen aus anderen Städten von Deutschland vor Ort, die jedoch alle dann zusammen abgereist sind und so waren wir beide die letzten vor Ort.

Nach der Schule sind wir häufig in die Stadt gefahren, um dort etwas zu essen, uns an den Strand zu setzen oder auf kleinen Märkten einkaufen zu gehen, den sogenannten Ferías. An den Wochenenden wurde im besten Fall viel Zeit mit der Familie verbracht. Ich habe anfangs viele kleine Ausflüge mit ihnen gemacht, auch nach Valparaíso und nach Viña del Mar. Ende Oktober hat meine Familie mit mir sogar einen Urlaub gemacht.

Mit dem Flugzeug sind wir von Santiago aus in die Atacamawüste geflogen. Dort haben wir ein paar Tage in dem kleinen Ort San Pedro gewohnt. Eigentlich bestand der Ort nur aus einer Straße, an welcher es einige Restaurants und kleine Geschäfte gab. Alle Häuser wirkten sehr alt und waren aus Lehm gebaut. Die Atacamawüste selbst ist die trockenste Wüste der Welt und sehr sehenswert. An einem Tag haben wir eine Tour über die verschiedensten Punkte der Wüste gemacht. Es war die ganze Zeit über ein wenig kühl, jedoch hat sich es auf jeden Fall gelohnt. Wir sind einige Stunden lang unterwegs gewesen und haben an unterschiedlichen Orten von einem Tourguide Informationen zu der Wüste angehört. Es war sehr beeindruckend. An einem anderen Tag sind wir morgens um vier Uhr auf den 4280 Meter hohen Vulkan „el Tatio“ gefahren, die Temperatur betrug ungefähr -15 Grad und trotzdem war das Nebensache. Aus dem Boden des Vulkans schossen an vielen verschiedenen Stellen meterhohe Dampfsäulen heraus. Im direkten Gegensatz dazu haben wir am nächsten Tag eine Therme besucht, welche eine Wassertemperatur von 35 Grad hatte. Ein wenig wie in einem Whirpool.

Den ganzen Urlaub konnten wir noch schön genießen, danach hat sich die Lage in Chile um einiges verschlechtert. Aufgrund der Erhöhung von Metropreisen begannen Tausende von Menschen auf die Straße zu gehen und dagegen zu protestieren. Dies passierte jedoch nicht friedlich, sondern mit viel Gewalt, Bränden und Plünderungen. In Chile leben sehr viele Menschen mit sehr wenig Geld und müssen bei den aktuellen Preisen häufig die Hälfte ihres Gehaltes nur für die Anreise zur Arbeit wieder ausgeben. Das beschreibt nur einen kleinen Teil der Ungerechtigkeiten unter den Bevölkerungsschichten in Chile, diese sind enorm und deshalb eskalierte die Situation in rasanter Geschwindigkeit. Schon am zweiten Tag der Proteste war es nicht klar, ob wir aus unserem Urlaub noch zurückreisen könnten, da die Flughäfen und besonders die Stadt Santiago selber von riesigen Protesten betroffen waren.  Aufgrund der privilegierten Familien, die auf die deutsche Schule gehen, waren unsere Familien nicht von den Ungerechtigkeiten betroffen. Wir wohnten sicher und in einem abgeschlossenen Viertel, dennoch wurde nach kurzer Zeit die Schule für einige Zeit geschlossen und es wurde nach 20 Uhr eine Ausgangssperre ausgehängt. Mit der Zeit wurden die Proteste immer lauter und gefährlicher, sodass auf den Straßen Militär mit Waffen herumlief und man häufig großen Respekt vorm Rausgehen hatte. Meine Familie hat sich große Mühe gegeben mir trotzdem eine sehr schöne Zeit  zu gestalten und das ist ihnen auch sehr gelungen. Auch wenn der Aufenthalt aufgrund der Proteste ein wenig eingeschränkt war, würde ich ihn sofort wiederholen und erneut hinfliegen. Auch die drei Monate, die meine Austausschülerin zu uns nach Hause kamen, waren auf jeden Fall eine Erfahrung wert! Wir haben ihr versucht so viele Eindrücke wie möglich zu geben und waren an viele verschiedenen Orten mit ihr.

Hier sind noch einige Bilder von der Zeit und meiner Familie.  Charlotta, 11  B.

Klasse 7b verfasst kreative Spaßbriefe!

Während der Schulschließung von März bis Mai 2020 thematisierte die 7b im Deutschunterricht das korrekte Schreiben von Geschäftsbriefen. Zum Einstieg in dieses Thema bearbeiteten alle einige „Briefmacken“ von Winfried Bornemann, der viele solcher Spaßbriefe vor einigen Jahren verfasst und verschickt hatte. Die Klasse war sofort von dieser Idee begeistert und sehr motiviert, nun selbst solche Spaßbriefe zu formulieren!  Einige Schülerinnen und Schüler schrieben gleich mehrere Briefe und so wurden im häuslichen Deutschunterricht insgesamt sehr viele Anschreiben an Unternehmen verfasst!!! 

Eigentlich sollten diese auch an die unterschiedlichen Firmen und Betriebe verschickt werden, aber schon sehr früh äußerte eine Schülerin Bedenken, in dieser Krisenzeit vom Zusenden der Briefe momentan Abstand zu nehmen – und damit lag sie natürlich richtig! Das Versenden soll dann später nachgeholt werden – und dann ist die 7b gespannt darauf, welche Antwortschreiben zurückkommen.

Das Inhaltsverzeichnis gibt eine gute Übersicht über die unterschiedlichen Anliegen der Briefe! Es folgen hier nun beispielhaft zwei Spaßbriefe – einmal zu einer Abiturversicherung und ein Einladungsschreiben an verletzte Spieler von Werder Bremen!

Die Klasse 7b wünscht viel Spaß beim Lesen! 

 

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