AG für Gleichberechtigung

Diskriminierung fängt bei der Sprache an – Wir setzen ein Signal!

Am Montag, den 24.02., öffnete die HLS wie gewohnt am frühen Morgen ihre Türen zum gemeinsamen Lernen – doch an diesem Morgen wurde die gewohnte Umgebung gestört:

Die Scheiben, Eingangstüren, Schulwände und Klassentüren waren „tapeziert“ mit offensiven Plakaten zum Thema „Sprachgebrauch“. Es führte kein Weg an der Aktion von der A.G. für Akzeptanz und Gleichberechtigung vorbei!

Negatives wird im Sprachgebrauch von vielen immer noch mit den Wörtern „schwul“ oder „behindert“ gleichgesetzt. Auch im Bereich Schule muss ein Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass Wörter wie schwul oder behindert (u.v.a.) keine Schimpfwörter sind, sondern lediglich eine sexuelle Orientierung oder einen gesundheitlichen Zustand beschreiben.

Die Plakate fordern einen sensibleren Umgang mit Sprache, sollen zum Umdenken anregen und den unüberlegten bzw. falschen Sprachgebrauch aufzeigen.

In erster Linie sollten durch die von der A.G. für Akzeptanz und Gleichberechtigung durchgeführte Aktion Gesprächsanlässe an der HLS geschaffen werden – und dies war ein voller Erfolg!

Die Plakataktion erregte viel Aufsehen an der HLS – die Schüler*innen diskutierten untereinander über den Sprachgebrauch und thematisierten dies zudem mit ihren Lehrkräften in den Klassen. Die sprachsensibilisierenden Plakate führten dazu, dass viele Schüler*innen in dieser Woche innehielten und reflektierten, wie sie selbst mit diesen eigentlich zustandsbeschreibenden Worten umgehen. 

Ein Großteil der sprachsensibilisierenden Plakate geht nun an weitere Schulen, die bereits im Raum Vechta und Osterholz-Scharmbeck gefunden wurden, um auch dort wachzurütteln.

Information:

"Die sprachsensibilisierenden Plakate sind im Rahmen der AG "Vielfalt leben!" am Werner-von-Siemens-Gymnasium in Bad Harzburg entstanden, die von der Lehrkraft Kara-Arietta Lissy geleitet wird."

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