AG für Gleichberechtigung

Überschrift: Nein zu Rassismus! 

Nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd  liegt es uns als AG und Projektgruppe „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ am Herzen, dass der Kampf gegen Rassismus in Deutschland, Amerika und auf der ganzen Welt zum Thema gemacht wird: 

Was ist der Auslöser für weltweite Anti-Rassismus- und „Black Lives Matter“-Proteste?   

Am 25. Mai 2020 kam der 46-jährige Afro-Amerikaner George Floyd bei einem Polizeieinsatz in Minneapolis in den USA ums Leben – Grund dafür war Polizeigewalt. Zu der Festnahme kam es, da Floyd bei einem Geschäft mutmaßlich mit Falschgeld zahlte. Die Festnahme war zwar dadurch gerechtfertigt, jedoch wurde ihm überaus viel Gewalt von den Polizisten entgegengebracht, obwohl Floyd keinen Widerstand leistete. Der Polizist Derek Chauvin brachte ihn um, indem er mehrere Minuten sein Knie in Floyds Nacken presste, während dieser bereits sagte „I can’t breathe!“ Der Polizist ignorierte dies und hörte nicht auf, obwohl Floyd keinen Widerstand leistete. Kurz danach starb George Floyd. Dieses Handeln der Polizisten basierte wahrscheinlich auf einem rassistischen Weltbild, da die Gewalt keineswegs gerechtfertigt war. Dies ist bei weitem nicht der erste Vorfall von Polizeigewalt.  

Polizeigewalt ist in den USA insgesamt ein gegenwärtiges Thema und wird jedoch besonders präsent, wenn man sich Statistiken anschaut, bei denen es sich um Vorfälle handelt, in denen dunkelhäutige Menschen festgenommen oder kontrolliert wurden, obwohl sie unschuldig waren. 

 Zusammenhänge zwischen Black Lives Matter und der CSD-Bewegung 

Aufgrund der Abstandsregelungen findet die Teilnahme der HLS am CSD Oldenburg dieses Jahr leider nicht statt, sodass wir diesen Augenblick ebenfalls nutzen möchten, um über Zusammenhänge aufzuklären: 

 

Der CSD basiert auf den Straßenaufständen vom 28. Juni 1969. Derzeit kam es zu gezielten Razzien der Polizei in Kneipen, die ihr Ziel vor allem in der LGBTQ+ Community sahen. Besonders betroffen bei diesen Razzien waren Afro-Amerikaner und Latein-Amerikaner – diese litten unter Misshandlungen und vor allem Willkür. Gruppen von Dragqueens und transsexuellen Latinas und Schwarzen setzten sich daraufhin zur Wehr. Sie starteten die Aufstände an der Christopher Street in New York. Eine dieser Frauen war Marsha P. Johnson. Sie war eine afroamerikanische Dragqueen und LGBTQ+ Aktivistin. Aufgrund der Razzien verspürte sie Ungerechtigkeit und trug dazu bei, dass die Aufstände beginnen konnten.  

Marsha P. Johnson litt bei den Razzien nicht bloß unter der Angehörigkeit zur LGBTQ+ Szene, sondern auch unter den Vorurteilen aufgrund ihrer Hautfarbe. Sie erfuhr viele Formen der Diskriminierung gleichzeitig und war letztendlich stark genug, um eine Revolution  anzuregen und tausende Menschen zu inspirieren. 

Diese Frau ist eine der Gründe, wieso viele Menschen mit einer anderen sexuellen Orientierung als der Heterosexuellen mittlerweile mehr Rechte haben und nicht mehr unter Razzien leiden müssen. Für diese Gruppe von Menschen hat sie gekämpft und hatte Erfolg. 

Menschen mit einer dunklen Hautfarbe müssen heutzutage immer noch unter willkürlicher Gewalt und Diskriminierung leiden – so sollte es nicht weitergehen. Alle Gruppen von Menschen sollten Gerechtigkeit erfahren und keiner sollte unter Rassismus leiden. 

 Was müssen wir tun? 

Heutzutage werden Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe auch in Deutschland und Europa systematisch ausgeschlossen und leiden in jeder möglichen Situation unter Rassismus. Ihr Alltag besteht aus Folgen des Rassismus und sie erleben kaum Tage, an denen ihnen nichts rassistisches entgegengebracht wird. Alle müssen sich daran beteiligen, dass sich das System wandelt. Wir sollten uns dafür verantwortlich fühlen, dass jeder integriert sein kann und gerne in dieser Gesellschaft lebt. 

Dafür müssen wir für nachhaltige Verbesserungen innerhalb unseres Verhaltens sorgen. Es reicht nicht mehr aus, nicht rassistisch zu denken – es müssen Taten folgen und man muss sich öffentlich äußern.  

Hört auf, still zu sein. Wir müssen uns gegen die Menschen aussprechen, die sich rassistisch äußern und ihnen erklären, wieso wir anderer Meinung sind. Es ist genau jetzt besonders wichtig, seine Stimme zu erheben. Stille kann auch als Stille Zustimmung zum Rassismus gesehen werden, insbesondere wenn sich derzeit so viele Menschen aussprechen. 

Wir müssen Diskussionen zu diesem Thema führen und alle Stimmen hören. Wir müssen uns weiterbilden und uns mehr Geschichten anhören. Wir müssen den Menschen zuhören, die Ungerechtigkeit erfahren und lernen, was es bedeutet in dieser Gesellschaft eine andere Hautfarbe zu haben. Teilt die Geschichten und die Hintergründe der Proteste mit euren Angehörigen und klärt sie darüber auf, was in dieser Gesellschaft passiert und was nach wie vor falsch läuft.  

Auch in unserem Land kommt es kontinuierlich zu Verbrechen, die auf rassistischen Motiven basieren. Wir müssen also dafür sorgen, dass die Menschen in unserem direkten Umfeld endlich ein gerechtes Leben führen können. Und genau dazu kann Schule beitragen: Schulen können aufklären und gemeinsam die Frage stellen, wie Rassismus in Deutschland aussieht und wo unsere Probleme liegen. 

 Wir haben uns als „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ dazu entschlossen, uns von jeglicher Form von Rassismus zu distanzieren und abzuwenden und Menschen aufzuklären. Es ist unsere Aufgabe als Helene-Lange-Schule Oldenburg, uns gegen Rassismus auszusprechen und uns solidarisch zu den blacklivesmatter-Protesten zu zeigen. 

 

Wir sagen NEIN ZU RASSISMUS 

 

#blacklivesmatter 

#BeiUnsAuch 

 

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