Schülerfirma Newcomer

Secondhand ist Trend

Alte Klamotten spenden oder verkaufen? Warum nicht? Man wird die Sachen los, es ist nachhaltig und ein anderer freut sich über die Kleidungsstücke.

In Deutschland werden Jahr für Jahr rund 1,3 Millionen Tonnen Kleidung entsorgt. Das ist viel zu viel. Nachhaltiger ist es, T-Shirts oder Jeans an andere weiterzugeben, wenn sie einem nicht mehr gefallen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten: Flohmärkte, Tauschaktionen, Onlineshops oder Secondhandläden. Den Laden Westend gibt es in Oldenburg bereits seit 30 Jahren. Ich habe bei seiner Inhaberin einmal nachgefragt, wie ihr Konzept funktioniert und wie Secondhandware in Oldenburg läuft.

Bei den Westend-Kunden ist alles dabei – Jung und Alt, Männer und Frauen. Dennoch gibt es deutlich mehr Kundinnen. Einen großen Anteil machen auch Studenten aus. Bei ihnen ist es gang und gäbe, ein paar Klamotten loszuwerden und sich nach neuen umzuschauen. Gibt man seine eigenen Klamotten ab, die zu Hause nur noch nutzlos rumliegen, schaut sich die Inhaberin im Laden zuerst einmal an, ob die Kleidungsstücke sauber und in Ordnung sind. Zudem achtet sie darauf, dass die Sachen noch in Mode sind. Der absolut neueste Trend muss es aber nicht sein. Alle Sachen, die die Händlerin nimmt, hängen für maximal einen Monat im Laden. Was bis dahin nicht verkauft wurde, geht an den Kunden zurück. Für die verkauften Klamotten bekommt der Kunde die Hälfte des Preises. Die andere Hälfte behält das Geschäft – plus 19 Prozent Mehrwertsteuer. Das ist jedenfalls bei Westend so. In anderen Läden gibt es andere Preismodelle.

Obwohl es mittlerweile auch viele Secondhand- Shops im Internet gibt, lässt die Nachfrage im Westend nicht nach. Das Geschäft ist immer gut besucht und der Terminkalender voll mit Kunden, die ihre Klamotten abgeben wollen. Für viele ist Secondhand wohl einfach eine tolle Möglichkeit, nachhaltig zu agieren und daran auch noch etwas zu verdienen.

Marie Lügger(Jahrgang 12, Helene-Lange-Schule Oldenburg)

Quelle: Handelsblatt Newcomer, Ausgabe 51, November-Dezember 2018

Happy 50!

Wow! Mittlerweile sind schon 50 Ausgaben des Handelsblatt Newcomers erschienen. Aber wie entsteht die Zeitung eigentlich? Wir erzählen’s euch.

Die Artikel im Handelsblatt Newcomer schreiben verschiedene Personen: Redakteure vom Handelsblatt, Wissenschaftler vom Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) und wir, die Schülerredaktion. Wir sind insgesamt 15 Schüler der Helene-Lange-Schule in Oldenburg. Im Rahmen einer AG treffen wir uns einmal im Monat beim IÖB, um Themen zu entwickeln und die Newcomer-Ausgabe, die gerade in Arbeit ist, zu besprechen. Dabei prüfen wir, ob die Texte leicht verständlich und alle aus Schülersicht wichtigen Infos enthalten sind.

Ein Highlight unserer Redaktionsarbeit ist der jährliche Besuch bei unserem großen Bruder, dem Handelsblatt in Düsseldorf. Dort haben wir die Chance, in großer Runde mit den Kollegen beim Handelsblatt allgemeine Fragen zu klären sowie Gedanken, Wünsche und Kritik zum Handelsblatt Newcomer zu äußern.

Bei unserem letzten Besuch haben wir außerdem erfahren, wie täglich die Ausgaben der Wirtschaftszeitung entstehen: von den ersten Konferenzen am Morgen über die Planung der Seiten und des Layouts bis zum Korrekturlesen und Verschicken der Daten an die Druckerei. Auch haben wir gemeinsam mit dem Leiter des Onlineportals „Orange by Handelsblatt“ überlegt, wie das Portal seine Zielgruppe – Schüler und Studenten – noch besser erreichen kann.

Alles in allem finden wir die Arbeit in der Schülerredaktion sehr interessant. Wir lernen nicht nur, ein Gespür für Themen zu entwickeln, sondern auch Teamwork, Planung und Organisation.

Interview mit Dr. Melinda Crane:

Donald Trump macht täglich mit Schlagzeilen von sich reden. Unter dem Motto „America First“ steht bei all seinen Entscheidungen die Frage im Vordergrund: „Wie wird Amerika wirtschaftlich gestärkt?“ Neue Jobs, besonders für die weiße Mittelschicht, will der Präsident schaffen, indem die Bergleute wieder Kohle fördern, US-Unternehmen ihre Produkte im eigenen Land fertigen und Strafzölle gegen Waren aus anderen Ländern erhoben werden. Doch wie realistisch ist die Umsetzung dieser Pläne?

Schülerinnen und Schüler der Newcomer-Schülerredaktion und Mitschüler der Helene-Lange-Schule erhielten am 3. April in einem Vortrag von Dr. Melinda Crane einen hautnahen Einblick in die US-Politik. Crane ist Chef-Korrespondentin beim Auslandsfernsehsender Deutsche Welle TV und kommentiert die US-Politik für den Nachrichtensender n-tv. Eingeladen hatte die wirtschaftliche Vereinigung Oldenburg „Der kleine Kreis“.

Wird sich Trumps Außenpolitik auch negativ auf die europäische Wirtschaft auswirken?  In welchen wirtschaftlichen Bereichen sind Veränderungen in Deutschland zu befürchten? Ihre Fragen konnten die Schülerinnen Hanne Hägele und Tomma Otzen aus der 12 Klasse der Helene-Lange-Schule (HLS) exklusiv in einem Interview mit der prominenten Journalistin und Moderatorin stellen. Die Antworten werden im nächsten Handelsblatt Newcomer zu lesen sein. Die kostenlose Wirtschaftszeitung für Schülerinnen und Schüler wird in Zusammenarbeit zwischen dem Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) Oldenburg und dem Handelsblatt herausgegeben. Sie richtet sich bundesweit an Schüler aller Schulformen ab Klasse 8 und erscheint alle zwei Monate. Das Reaktionsteam setzt sich insgesamt zusammen aus Schülern, wissenschaftlichen Mitarbeitern des IÖB und Handelsblatt-Redakteuren.

www.handelsblattmachtschule.de/newcomer

Ins Ausland oder nicht?

Viele Schüler stellen sich die Frage, ob ein Auslandsaufenthalt während der Schulzeit für sie infrage kommt. Die Dauer variiert je nach Land, Schulsystem und persönlichen Wünschen zwischen drei und zwölf Monaten. Für viele ist das eine sehr lange Zeit, in der sie aus ihrem Umfeld gerissen werden und eine völlig unbekannte Welt betreten.