Schule ohne Rassismus

Seit 2014 ist die Helene-Lange-Schule eine "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage". In dieser Zeit hat die zugehörige AG für Akzeptanz und Gleichberechtigung vielseitige Aktivitäten durchgeführt. Ein Schwerpunkt liegt dabei seit Beginn in der Betreuung des Schulpartnerschaftsprojektes "Jîyana Nû - Neues Leben" mit Schulen in Nordsyrien/Rojava, welches wir gemeinsam mit der OBS Eversten ins Leben gerufen haben. Hier organisierte die AG drei Spendenläufe, verschiedene Informationsveranstaltungen und ein Benefiz-Konzert an der OBS Eversten. Zusätzlich gestaltet die AG seit 2017 den Auftritt der Helene-Lange-Schule beim Christopher-Street-Day in Oldenburg. Neben diesen zwei großen Projekten besuchen die Schüler*innen der AG regelmäßig Fortbildungen, wie die Landestreffen der Schulen ohne Rassismus, die Jugendkongresse von WABE (wabe-info.de) oder Veranstaltungen von IBIS e.V. (ibis-ev.de) in Oldenburg. Im Schulleben setzt sich die AG, wie ihr Name bereits sagt, für Akzeptanz und Gleichberechtigung ein #wirsindnichtneutral.

Wir treffen uns jeden Freitag um 13:30 im Kunstraum B103. Komm gerne vorbei und schau dir an, was wir tun oder fang gleich an mitzuarbeiten :-) Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Partnerschaftsprojekt „Jîyana Nû – Neues Leben“:

Seit fast fünf Jahren unterstützen die IGS Helene-Lange-Schule und die OBS Eversten gemeinsam engagiert den Wiederaufbau der Schulen in Nordsyrien. Allen Schüler*innen, Eltern und allen anderen Spender*innen gilt ein herzlicher Dank  für die geleisteten Beiträge! Es wurde erneut ein hoher Betrag gesammelt, 22 000 Euro. Doch jetzt sind die Schulen dort verlassen, vielleicht zerstört, und es herrscht erneut Krieg. 

Vorschläge zu einer Verwendung der Spendengelder wurden allen Schüler*innen und Eltern der HLS in einem ausführlichen Brief erläutert: Die Initiator*innen der Partnerschaftsprojekte „Jîyana Nû – Neues Leben“ beider Schulen schlagen vor, die diesjährigen Spendengelder dem Nothilfekonto von „medico international"  zur Verfügung zu stellen. Über ihre Verwendung zur Unterstützung der Menschen in der Region unserer Partnerschulen sind sie in Kontakt mit der zuständigen Mitarbeiterin. Die Kollegien beider Schulen unterstützen diesen Vorschlag geschlossen.

Spender*innen, die einer Verwendung in diesem Sinne nicht zustimmen, wenden Sie sich bitte bis zum 22.11.2019 an die Schule, damit der Betrag zurückerstattet bzw. für einen späteren Zeitpunkt zurückgelegt werden kann. 

Wir halten an der Idee unseres Projektes fest und hoffen sehr, dass es in der Zukunft wieder bessere Zeiten erleben wird!

 

Zum Hintergrund:

Seit dem Beginn der Invasion des türkischen Militärs und der verbündeten islamistischen Milizen am 9. Oktober war u.a. die nordsyrische Grenzstadt Tal Abyad intensiven Luft- und Artillerieangriffen ausgesetzt. Viele der Zivilist*innen sind auf der Flucht, zurzeit steht die Stadt unter türkischer Besatzung. Ihr kurdischer Name ist Girê Spî, und dort steht die Partnerschule der OBS Eversten. 

Am 13. Oktober hat die türkische Luftwaffe angefangen, das Stadtzentrum von Kobanê zu bombardieren und damit auch dort die Bevölkerung in die Flucht getrieben. Kobanê ist nach dem Aufbau erneut von Zerstörung bedroht und jetzt weitgehend verlassen. Inzwischen sind syrisches und russisches Militär in der Stadt angekommen, im Norden und Westen vor der Stadt das Türkische. In Kobanê steht die Partnerschule der IGS Helene-Lange-Schule. 

Obwohl dieser Angriffskrieg lange und öffentlich durch die türkische Regierung angedroht wurde, ist seine Realität ein Schock. Wir wissen nicht, wo sich die Kolleg*innen jetzt aufhalten, die unseren Kolleg*innen beim Besuch der Partnerschulen im letzten Jahr so überzeugend vom Neuaufbau eines demokratischen Erziehungs- und Bildungswesens in dem Gebiet der Selbstverwaltung berichtet haben. Mit ihrer Arbeit hatten sie die Grundlage für ein friedliches, gleichberechtigtes Zusammenleben der verschiedenen Bevölkerungsgruppen in der Region gelegt. Wir wissen nicht, unter welchen Bedingungen bzw. ob sie noch leben.

Nach Schätzungen befinden sich bereits ca. 300 000 Menschen aus der Region auf der Flucht, darunter ca. 70 000 Kinder. Aufgrund des zunehmenden Mangels bei der Grundversorgung und dem Notfalldienst sowie der Bedrohung selbst der Gesundheitseinrichtungen durch militärische Angriffe ist ihre Situation dramatisch. 

Viele internationale Hilfsorganisationen haben ihre ausländischen Mitarbeiter*innen aus dem Gebiet abgezogen. Die Hilfsorganisation "medico international", die seit langem in Koordination mit dem lokalen Kurdischen Roten Halbmond humanitäre Projekte in der Region unterstützt, hat umgehend ein Spendenkonto für die Nothilfe eingerichtet. 

Die Schüler*innen und Lehrkräfte unserer Partnerschulen brauchen jetzt, zusammen mit allen anderen Schutzsuchenden, vor allem das Lebensnotwendige

HLS beim CSD 2019

Am Samstag den 15.06.2019 hat die Helene-Lange-Schule zum dritten Mal am Oldenburger CSD Nordwest teilgenommen. Gemeinsam mit anderen Schulen (IGS Kreyenbrück sowie Gymnasium Brake) stand die HLS engagiert für eine vielfältige und tolerante Gesellschaft und für den Respekt gegenüber allen Menschen ein. Hierbei wurde ein farbenfroher und gelungener Auftritt inszeniert! Mit bunt-dekoriertem LKW, lauter Anlage mit guter Musik und einer motivierten, großen Fußtruppe demonstrierten die Schüler*innen, Eltern und Lehrkräfte der Helene-Lange-Schule für das Menschenrecht, eine individuelle sexuelle und geschlechtliche Identität zu leben. 

Noch einmal vielen Dank an alle Teilnehmenden!

Heute (Samstag, 23.3.2019) haben wir mit unserer AG für Akzeptanz und Gleichberechtigung am ersten Oldenburger Vernetzungstag der "Schulen mit Courage" bei IBIS e.V. teilgenommen. 

Nach einem gemeinsamen Start in Form eines Vortrags und einer Diskussion zum Thema Diskriminierung wurde sich in zwei verschiedenen Workshops kreativ mit dem Thema Diskriminierung auseinandergesetzt. Eine Gruppe verfasste Texte, die andere malte Acrylbilder. Während der Workshops und dem gemeinsamen Mittagsessen gab es viel Zeit für Austausch, Diskussionen und ein Kennenlernen der anderen Schulen. Vertreten waren die OBS Eversten, OBS Osternburg sowie die Waldschule Hatten. Wir hoffen, dass beim nächsten Treffen auch weitere Oldenburger Schulen teilnehmen und wir die vielen gemeinsamen Ideen auch umsetzen können.

Am 15.12.2018 haben wir mit der AG für Akzeptanz und Gleichberechtigung (Projekt: Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage) Spenden für unsere Partnerschule in Kobanê gesammelt.
Die Spenden benötigen wir für Schulmaterialien für unsere syrischen Partnerschulen aus dem gemeinsamen Projekt „Jîyana Nû“ mit der OBS Eversten, die sich ebenfalls an der Aktion beteiligt hat.
In der winterlichen Kälte sind wir durch die Innenstadt gelaufen und haben die Menschen über unser Projekt aufgeklärt und um eine kleine Spende gebeten. Passend zur Weihnachtszeit gab es ab einer Spende von einem Euro eine Tüte mit selbstgebackenen (veganen!) Keksen als kleines Dankeschön. Diese Plätzchen haben wir am Vortag in der Schulküche gebacken

Bei dieser kurzen Wochenend-Aktion haben wir innerhalb von ca. eineinhalb Stunden ganze 277€ gespendet bekommen! Ein Riesenerfolg und eine wunderbare Aktion ganz getreu dem Motto „Eine gute Tat am Tag“. 

Ein riesengroßes Dankeschön an alle Helfer und Spender!

#wirsindnichtneutral

Auf Initiative der Projektgruppe "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" beschloss die Gesamtkonferenz folgende Stellungnahme:

"Wir verantworten schulische und außerschulische Maßnahmen der
politischen Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Wir sind
überparteilich, aber nicht wertneutral, denn unsere Haltung basiert auf
Artikel 1 des Grundgesetzes: ‚Die Würde des Menschen ist unantastbar.’
Sie ist gegründet auf den allgemeinen Menschenrechten und den
Schulgesetzen der Bundesländer. Dem Beutelsbacher Konsens entsprechend
setzen wir uns für eine humane Bildung und für eine
diskriminierungsfreie Schulkultur ein, die sich aktiv gegen Rassismus,
Antisemitismus und andere Ideologien der Ungleichwertigkeit wendet. Wir
stehen gegen ein ‚anything goes’. Deshalb sagen wir: #wirsindnichtneutral.“

Wir freuen uns, wenn auch Sie den neuen Hashtag künftig nutzen.

Benefiz-Konzert für Kobane

Musikalische Vielfalt begeistert Oldenburger Publikum:

„Vielfalt ist unsere Stärke“ - treffender lässt sich sprachlich nicht auf den Punkt bringen, was die Programmgestaltung des Benefizkonzerts für Schulen in Nordsyrien am vergangenen Freitag überzeugend vermittelte. Unter der musikalischen Leitung von Kathrin Weimar (OBS Eversten) und Rita Meiners (Musikschule der Stadt Oldenburg) präsentierten Interpretinnen und Interpreten der vier am Konzert beteiligten Kooperationspartner*innen hochwertige musikalische Beiträge, die das Publikum begeisterten.

Schon vor der offiziellen Begrüßung durch die Schulleitungen Heike Helmerichs (OBS) und Holger Denckmann (Musikschule) hatten die jüngsten Teilnehmer*innen für eine positiv erwartungsvolle Stimmung gesorgt. Der Chor der "Kita-Kennedy-Kids" der städtischen Kindertagesstätte Kennedystraße begrüßte die ca. 250 Gäste im Forum der OBS Eversten klangvoll in verschiedenen Sprachen und gewann mit dem souveränen Vortrag eines selbst komponierten Songs sofort die Sympathie des Publikums. Den Auftakt zu den ausdrucksstarken Beiträgen der Schulen gestaltete ein Streichquartett der Musikschule unter der Leitung von Cornelia Renz mit dem Stück „Zupf di!“. Die jugendlichen Spielerinnen präsentierten souveränzeitgenössische Spieltechniken. Im Anschluss daran wurden die Gäste durch einfühlsam und musikalisch überzeugende Gesangsdarbietungen der Musical-AG der Oberschule Eversten berührt, gefolgt von dem Beitrag eines Saxofon-Quartetts aus Mitgliedern der Bigband der IGS Helene-Lange-Schule, das eine Auswahl aus deren Repertoire vorstellte. 

Vor der Pause präsentierten Schülerinnen und Schüler der Arbeitsgemeinschaften "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" der OBS und der IGS in einer Fotodokumentation das Partnerschaftsprojekt mit Schulen in Kobanê und Girê Spî in Nordsyrien, zugunsten dessen das Konzert veranstaltet wurde. Ibrahim Murad, Vertreter der Demokratischen Föderation Nordsyrien in Deutschland, zeigte sich in seinem Grußwort beeindruckt von den Darbietungen und vom Engagement der Schulen für die Partnerschaft. Eine Schule und Gesellschaft ohne Rassismus, das sei auch das Ziel der Menschen in Nordsyrien. Sein Wunsch sei es, dass zukünftig auch Schüler*innen der Partnerschulen an einem Konzert in Oldenburg teilnehmen könnten.

Damit wurden die Gäste in die Pause entlassen, in der sie vom Schulelternrat und Förderverein der Oberschule mit Unterstützung durch Kuchenspenden zahlreicher Eltern und mit Hilfe von Schüler*innen freundlich bewirtet wurden.

Musikalische Professionalität kennzeichnete auch die Darbietungen im zweiten Teil des Programms. Das junge Saxofonensemble der Musikschule "Nufoxas" unter der Leitung von Dagmar Ludwig überzeugte mit großer Spielfreude, Improvisation und hervorragendem Zusammenspiel. Wie Kooperation auch mit instrumenteller Besetzung musikalisch eindrucksvoll wirksam werden kann, präsentierte das Trio von Interpret*innen der Musikschule und des türkischen Musikkonservatoriums mit Bağlama, Percussion und Violine. Und schließlich konnte sich das Publikum von der Vorstellung des generationsübergreifenden Sinfonischen Blasorchesters Oldenburg beeindrucken lassen, das mit großer Präzision eine Auswahl aus seinem Repertoire darbot.

Vielfalt in verschiedener Hinsicht – sowohl im musikalischem Sinn als auch im Zusammenkommen verschiedenster Akteur*innen – dies hat dem Konzert seine besondere Qualität verliehen – und das Alles zu einem solidarischen Zweck. Mit diesem Empfinden verließen wohl die meisten Besucher*innen am Freitagnachmittag die Oberschule, nachdem sie von der professionell vorgetragenen Moderation von Ala Mjdli und Philippe Richwin (Schüler/in der OBS Eversten) verabschiedet und darum gebeten wurden, das Projekt "Schule ohne Rassismus" und die Schulpartnerschaft mit Schulen in Nordsyrien auch weiterhin zu unterstützen.

Der 3. Spendenlauf der Helene -Lange-Schule und der Oberschule Eversten am 5. September 2017 für den Wiederaufbau von Schulen in Nordsyrien/Rojava war wieder ein großer Erfolg. In diesem Jahr freut uns besonders, dass wir 180 Schüler*innen der IGS Flötenteich begrüßen durften, sodass insgesamt fast 1600 Schüler*innen starteten. 

Für die große Beteiligung und Unterstützung, den tollen Einsatz beim Lauf und die Mitarbeit in der Vorbereitung und Durchführung allen beteiligten Schüler*innen, Lehrer*innen, der Schulleitung, den Eltern, Sponsoren und allen weiteren Unterstützer*innen ein großes Dankeschön. 

Seite 1 von 3

Kontaktdaten

Helene-Lange-Schule
Integrierte Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe
Marschweg 38
26122 Oldenburg

Sekretariat:

  • Telefon: 0441 / 95016-11
  • Telefax: 0441 / 95016-36
  • Email: sekretariat@hls-ol.de

Öffnungszeiten:

  • Mo. - Do. 8.00-10.00 und 11.15-16.00 Uhr
  • Freitag  8.00-10.00 und 11.15-13.15 Uhr