Schule ohne Rassismus

Seit 2014 ist die Helene-Lange-Schule eine "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage". In dieser Zeit hat die zugehörige AG für Akzeptanz und Gleichberechtigung vielseitige Aktivitäten durchgeführt. Ein Schwerpunkt liegt dabei seit Beginn in der Betreuung des Schulpartnerschaftsprojektes "Jîyana Nû - Neues Leben" mit Schulen in Nordsyrien/Rojava, welches wir gemeinsam mit der OBS Eversten ins Leben gerufen haben. Hier organisierte die AG drei Spendenläufe, verschiedene Informationsveranstaltungen und ein Benefiz-Konzert an der OBS Eversten. Zusätzlich gestaltet die AG seit 2017 den Auftritt der Helene-Lange-Schule beim Christopher-Street-Day in Oldenburg. Neben diesen zwei großen Projekten besuchen die Schüler*innen der AG regelmäßig Fortbildungen, wie die Landestreffen der Schulen ohne Rassismus, die Jugendkongresse von WABE (wabe-info.de) oder Veranstaltungen von IBIS e.V. (ibis-ev.de) in Oldenburg. Im Schulleben setzt sich die AG, wie ihr Name bereits sagt, für Akzeptanz und Gleichberechtigung ein #wirsindnichtneutral.

Wir treffen uns jeden Freitag um 13:30 im Selbstlernzentrum der Sek. II. Komm gerne vorbei und schau dir an, was wir tun oder fang gleich an mitzuarbeiten :-) Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Heute (Samstag, 23.3.2019) haben wir mit unserer AG für Akzeptanz und Gleichberechtigung am ersten Oldenburger Vernetzungstag der "Schulen mit Courage" bei IBIS e.V. teilgenommen. 

Nach einem gemeinsamen Start in Form eines Vortrags und einer Diskussion zum Thema Diskriminierung wurde sich in zwei verschiedenen Workshops kreativ mit dem Thema Diskriminierung auseinandergesetzt. Eine Gruppe verfasste Texte, die andere malte Acrylbilder. Während der Workshops und dem gemeinsamen Mittagsessen gab es viel Zeit für Austausch, Diskussionen und ein Kennenlernen der anderen Schulen. Vertreten waren die OBS Eversten, OBS Osternburg sowie die Waldschule Hatten. Wir hoffen, dass beim nächsten Treffen auch weitere Oldenburger Schulen teilnehmen und wir die vielen gemeinsamen Ideen auch umsetzen können.

Am 15.12.2018 haben wir mit der AG für Akzeptanz und Gleichberechtigung (Projekt: Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage) Spenden für unsere Partnerschule in Kobanê gesammelt.
Die Spenden benötigen wir für Schulmaterialien für unsere syrischen Partnerschulen aus dem gemeinsamen Projekt „Jîyana Nû“ mit der OBS Eversten, die sich ebenfalls an der Aktion beteiligt hat.
In der winterlichen Kälte sind wir durch die Innenstadt gelaufen und haben die Menschen über unser Projekt aufgeklärt und um eine kleine Spende gebeten. Passend zur Weihnachtszeit gab es ab einer Spende von einem Euro eine Tüte mit selbstgebackenen (veganen!) Keksen als kleines Dankeschön. Diese Plätzchen haben wir am Vortag in der Schulküche gebacken

Bei dieser kurzen Wochenend-Aktion haben wir innerhalb von ca. eineinhalb Stunden ganze 277€ gespendet bekommen! Ein Riesenerfolg und eine wunderbare Aktion ganz getreu dem Motto „Eine gute Tat am Tag“. 

Ein riesengroßes Dankeschön an alle Helfer und Spender!

#wirsindnichtneutral

Auf Initiative der Projektgruppe "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" beschloss die Gesamtkonferenz folgende Stellungnahme:

"Wir verantworten schulische und außerschulische Maßnahmen der
politischen Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Wir sind
überparteilich, aber nicht wertneutral, denn unsere Haltung basiert auf
Artikel 1 des Grundgesetzes: ‚Die Würde des Menschen ist unantastbar.’
Sie ist gegründet auf den allgemeinen Menschenrechten und den
Schulgesetzen der Bundesländer. Dem Beutelsbacher Konsens entsprechend
setzen wir uns für eine humane Bildung und für eine
diskriminierungsfreie Schulkultur ein, die sich aktiv gegen Rassismus,
Antisemitismus und andere Ideologien der Ungleichwertigkeit wendet. Wir
stehen gegen ein ‚anything goes’. Deshalb sagen wir: #wirsindnichtneutral.“

Wir freuen uns, wenn auch Sie den neuen Hashtag künftig nutzen.

Benefiz-Konzert für Kobane

Musikalische Vielfalt begeistert Oldenburger Publikum:

„Vielfalt ist unsere Stärke“ - treffender lässt sich sprachlich nicht auf den Punkt bringen, was die Programmgestaltung des Benefizkonzerts für Schulen in Nordsyrien am vergangenen Freitag überzeugend vermittelte. Unter der musikalischen Leitung von Kathrin Weimar (OBS Eversten) und Rita Meiners (Musikschule der Stadt Oldenburg) präsentierten Interpretinnen und Interpreten der vier am Konzert beteiligten Kooperationspartner*innen hochwertige musikalische Beiträge, die das Publikum begeisterten.

Schon vor der offiziellen Begrüßung durch die Schulleitungen Heike Helmerichs (OBS) und Holger Denckmann (Musikschule) hatten die jüngsten Teilnehmer*innen für eine positiv erwartungsvolle Stimmung gesorgt. Der Chor der "Kita-Kennedy-Kids" der städtischen Kindertagesstätte Kennedystraße begrüßte die ca. 250 Gäste im Forum der OBS Eversten klangvoll in verschiedenen Sprachen und gewann mit dem souveränen Vortrag eines selbst komponierten Songs sofort die Sympathie des Publikums. Den Auftakt zu den ausdrucksstarken Beiträgen der Schulen gestaltete ein Streichquartett der Musikschule unter der Leitung von Cornelia Renz mit dem Stück „Zupf di!“. Die jugendlichen Spielerinnen präsentierten souveränzeitgenössische Spieltechniken. Im Anschluss daran wurden die Gäste durch einfühlsam und musikalisch überzeugende Gesangsdarbietungen der Musical-AG der Oberschule Eversten berührt, gefolgt von dem Beitrag eines Saxofon-Quartetts aus Mitgliedern der Bigband der IGS Helene-Lange-Schule, das eine Auswahl aus deren Repertoire vorstellte. 

Vor der Pause präsentierten Schülerinnen und Schüler der Arbeitsgemeinschaften "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" der OBS und der IGS in einer Fotodokumentation das Partnerschaftsprojekt mit Schulen in Kobanê und Girê Spî in Nordsyrien, zugunsten dessen das Konzert veranstaltet wurde. Ibrahim Murad, Vertreter der Demokratischen Föderation Nordsyrien in Deutschland, zeigte sich in seinem Grußwort beeindruckt von den Darbietungen und vom Engagement der Schulen für die Partnerschaft. Eine Schule und Gesellschaft ohne Rassismus, das sei auch das Ziel der Menschen in Nordsyrien. Sein Wunsch sei es, dass zukünftig auch Schüler*innen der Partnerschulen an einem Konzert in Oldenburg teilnehmen könnten.

Damit wurden die Gäste in die Pause entlassen, in der sie vom Schulelternrat und Förderverein der Oberschule mit Unterstützung durch Kuchenspenden zahlreicher Eltern und mit Hilfe von Schüler*innen freundlich bewirtet wurden.

Musikalische Professionalität kennzeichnete auch die Darbietungen im zweiten Teil des Programms. Das junge Saxofonensemble der Musikschule "Nufoxas" unter der Leitung von Dagmar Ludwig überzeugte mit großer Spielfreude, Improvisation und hervorragendem Zusammenspiel. Wie Kooperation auch mit instrumenteller Besetzung musikalisch eindrucksvoll wirksam werden kann, präsentierte das Trio von Interpret*innen der Musikschule und des türkischen Musikkonservatoriums mit Bağlama, Percussion und Violine. Und schließlich konnte sich das Publikum von der Vorstellung des generationsübergreifenden Sinfonischen Blasorchesters Oldenburg beeindrucken lassen, das mit großer Präzision eine Auswahl aus seinem Repertoire darbot.

Vielfalt in verschiedener Hinsicht – sowohl im musikalischem Sinn als auch im Zusammenkommen verschiedenster Akteur*innen – dies hat dem Konzert seine besondere Qualität verliehen – und das Alles zu einem solidarischen Zweck. Mit diesem Empfinden verließen wohl die meisten Besucher*innen am Freitagnachmittag die Oberschule, nachdem sie von der professionell vorgetragenen Moderation von Ala Mjdli und Philippe Richwin (Schüler/in der OBS Eversten) verabschiedet und darum gebeten wurden, das Projekt "Schule ohne Rassismus" und die Schulpartnerschaft mit Schulen in Nordsyrien auch weiterhin zu unterstützen.

Der 3. Spendenlauf der Helene -Lange-Schule und der Oberschule Eversten am 5. September 2017 für den Wiederaufbau von Schulen in Nordsyrien/Rojava war wieder ein großer Erfolg. In diesem Jahr freut uns besonders, dass wir 180 Schüler*innen der IGS Flötenteich begrüßen durften, sodass insgesamt fast 1600 Schüler*innen starteten. 

Für die große Beteiligung und Unterstützung, den tollen Einsatz beim Lauf und die Mitarbeit in der Vorbereitung und Durchführung allen beteiligten Schüler*innen, Lehrer*innen, der Schulleitung, den Eltern, Sponsoren und allen weiteren Unterstützer*innen ein großes Dankeschön. 

Am Montag, den 4.12.2017 nahmen 6 Schülerinnen der Anti-Rassimus AG an dem Landestreffen der "Schulen ohne Rassismus - Schulen mit Courage" Niedersachsen teil. Bereits früh morgens ging es mit dem Zug nach Hannover. Ein paar Schüler der OBS Eversten waren auch mit dabei. Im Hotel Wienecke angekommen ging es dann direkt an die Anmeldung und das Einschreiben für die angebotenen Workshops. Man konnte einen Workshop vormittags und einen nachmittags wählen. Nach einigen einleitenden Vorträgen (z. B. von unserem neuen Kultusminister Hendrik Tonne) wurden die informativen und lehrreichen Workshops durchgeführt. Hierbei ging es darum, wie Demokratie und Menschenrechte in der Schule gestärkt werden können und wie man Rechtspopulismus bekämpfen kann. Nach einer stressigen Mittagspause ging es auch schon in den zweiten Workshopteil. Hier stellten die Schülerinnen das Projekt "Jîyana Nû – Neues Leben" vor und lernten die Projekte anderer Schulen kennen.

So, das Geld ist übergeben…

25.000 Euro für den Wiederaufbau der Schulen in Nordsyrien/Rojava: Am 31.3.18 (OBS Eversten) und am 6.4.18 (HLS) haben wir das Spendengeld des letzten Spendenlaufs (September 2017) in Höhe von 25.000 Euro an den Vertreter der Demokratischen Föderation Nordsyrien/Rojava in Berlin, Herrn Dr. Masoud Hasan, in Anwesenheit der jeweiligen Schulleitung und Teilen der Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage-AGs der beiden Schulen übergeben.

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