Es kostet einige Überwindung, Passanten in der Oldenburger Fußgängerzone anzusprechen und um eine Spende zu bitten. Auch mit abwehrenden Haltungen umzugehen und trotzdem freundlich und bestimmt immer wieder auf Menschen zuzugehen, fällt nicht leicht.  Doch die Schüler des 6. Jahrgangs der Helene-Lange-Schule machten sich am 23. November 2017 auf den Weg in die Innenstadt, um Passanten anzusprechen und um Geld zu bitten. 

Die Schüler und Schülerinnen hatten im GL- und Werte- und Normen-Unterricht zum Thema „Kinder der Welt“ gearbeitet und dabei erfahren, dass viele Kinder auf der Welt es nicht so gut haben wie sie selbst. Straßenkinder zum Beispiel müssen jeden Tag immer wieder versuchen, ihren Lebensunterhalt auf den Straßen großer Städte - zum Beispiel in Mexiko - zu bestreiten. Straßenkinder putzen hierfür Schuhe, waschen Autoscheiben, verkaufen Trinkwasser oder andere Dinge oder gehen betteln.

Die Sechstklässler hatten für diesen Tag zwei Wochen lang Weihnachtsdekorationen, Karten und anderes gebastelt, kurze Vorführungen eingeübt oder Kuchen gebacken. Dieses wollten sie in der Fußgängerzone verkaufen bzw. vorführen. In Gesprächen mit den Passanten informierten sie über Straßenkinder und über die Hilfsorganisation „Terres des hommes“, welche sich in vielen Projekten für Kinder in der Welt einsetzt. Durch den Verkauf und durch freiwillige Spenden wurden im Laufe von drei Stunden über 1400 Euro eingesammelt. Geld, das nun über „Terres des hommes“ Kindern in einem Straßenkinderprojekt in Mexiko-City zugute kommt.

 

20 Umzugskarton gefüllt mit schön eingepackten Weihnachtsgeschenken wurden am Montag, den 18.12.2017 an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Oldenburger Tafel übergeben. Die Klassensprecherpaare aus den fünften Klassen fuhren in Begleitung von Frau Steffen und Frau Beuse mit dem Fahrrad zur Oldenburger Tafel in die Kaiserstraße, um dort die gesammelten Pakete zu übergeben. Das Ziel, insgesamt ca. 900 Pakete gespendet zu bekommen, wurde, da sich noch andere Schulen an dieser Aktion beteiligten, erreicht. Ein großer und bunter Berg an Geschenken türmte sich in den Fenstern der Tafel und erzeugte eine angenehme weihnachtliche Stimmung. Die mitgefahrenen Schülerinnen und Schüler wurden vor Ort von Frau Gifford-Modick über die Aufgaben und Arbeitsweise der Oldenburger Tafel informiert. 

So, das Geld ist übergeben…

25.000 Euro für den Wiederaufbau der Schulen in Nordsyrien/Rojava: Am 31.3.18 (OBS Eversten) und am 6.4.18 (HLS) haben wir das Spendengeld des letzten Spendenlaufs (September 2017) in Höhe von 25.000 Euro an den Vertreter der Demokratischen Föderation Nordsyrien/Rojava in Berlin, Herrn Dr. Masoud Hasan, in Anwesenheit der jeweiligen Schulleitung und Teilen der Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage-AGs der beiden Schulen übergeben.

Projekttage in Jahrgang 5

„Wir in Raum und Zeit“ - dies war das Oberthema der Projekttage, zu dem die Schülerinnen und Schüler des fünften Jahrgangs in den drei Tagen nach Pfingsten in 8 Projektgruppen gearbeitet haben. Das Thema war bewusst offen formuliert, damit sich die Schülerinnen und Schüler in den einzelnen Projektgruppen mit eigenen Ideen und Vorstellungen einbringen konnten. Die Lehrkräfte haben in der Projektankündigung mögliche thematische Handlungsfelder formuliert. Diese kamen aus den Bereichen Kunst, Musik, Bewegung und Tanz, Essen und der Oldenburger Stadtgeschichte. Die Schülerinnen und Schüler wählten dann drei Angebote und wurden schließlich einer Gruppe zugewiesen. So konnten alle Beteiligten in drei Tagen klassenübergreifend und bei bestem Wetter miteinander in vielfältiger Art und Weise in andere Zeiten und Räume eintauchen. Strahlende Gesichter in diesen Tagen verrieten etwas über die Stimmung in den Gruppen. Ein paar Bilder geben erste Eindrücke.

In einer feierlichen Veranstaltung wurde am Freitag, 18.05.2018 im PFL das gemeinsame Projekt der OBS Eversten und der Helene-Lange Schule „Jiyana nû – Neues Leben - Solidarität macht Schule", ein Bildungs- und Schulpartnerschaftsprojekt mit Nordsyrien/Rojava mit dem von Werkstatt Zukunft ausgeschriebenen Oldenburger Zukunftspreis 2018 ausgezeichnet.
Die Jury der “Werkstatt Zukunft”, die mit dem Oldenburger Zukunftspreis vorbildliche Projekte von Schulen in Oldenburg und den Landkreisen Ammerland, Oldenburg und Wesermarsch auszeichnet, würdigt damit das Engagement der Schülerinnen und Schüler, die sich über mehrere Jahre mit der Situation in Rojava (Syrien) und dem Wiederaufbau von zwei Schulen beschäftigt haben. Allein durch die bisher drei durchgeführten Spendenläufe der beiden Schulen konnten bislang etwa 63 000 € an die syrischen Partnerschulen übergeben werden.
Im Rahmen der Veranstaltung erläuterten die Schülerinnen und Schüler der AG “Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage” beider Schulen ihre bisherigen Schritte und Aktionen ihres Engagements, von der ersten Kleiderspendenaktion für yezidische Flüchtlinge 2014 bis hin zur Vereinbarung einer Schulpartnerschaft 2017. 
Christian Katz (ehem. Lehrkraft der HLS) würdigte die Arbeit der Schülerinnen und Schüler und hob hervor, dass diese Initiative wohl die einzige in Europa ist, in der sich Schülergruppen selbstständig engagieren, damit Schüler in einem anderen Teil der Welt zur Schule gehen können.
Die beiden Vertreter der Schulleitungen, Herr Denker (stellvertr. Schulleiter der OBS Eversten) und Frau Sczesny (didaktische Leiterin der HLS) bedankten sich bei allen Lehrkräften – insbesondere den beiden Leitern der AG “Schule ohne Rassismus” Birgit Zwikirsch (OBS Eversten) und Christian Katz (HLS)-, die dieses Projekt zu jeder Zeit voll unterstützt haben. Sie betonten, dass die Schülerinnen und Schüler nicht nur viel für die Schulen in Kobane, sondern auch innerhalb ihrer eigenen Schulen viel bewirkt haben.
Nachdem es im September 2017 aus bürokratischen Gründen nicht möglich war, dass Vertreter der syrischen Schulen nach Deutschland kommen durften, obwohl auch eine offizielle Einladung eines Bundestagsabgeordneten vorlag, reisen am Samstag, 19.05.2018 Herr Katz und Frau Zwikirsch mit einer Kollegin aus München nach Kobane und in die Region Royava. Sie werden dann das erste Mal persönlich mit den syrischen Lehrkräften zusammentreffen und sicherlich viele Eindrücke und Erfahrungen über die derzeitige Lage in Kobane mit nach Oldenburg bringen. Im Gepäck haben sie Grußworte der beiden Schulleitungen, der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und des Oldenburger Oberbürgermeisters Jürgen Krogmann.

Diversity and Inclusion: Yes, we can!

Süd- und ostafrikanische Gäste der Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg wollten sich im Rahmen einer Tagung ein Bild von der Umsetzung der Inklusion an einer Schule in Deutschland machen. Bei uns waren sie herzlich willkommen. Nach einer kurzen Vorstellung unseres Rahmenkonzeptes ergab sich ein reger und aufschlussreicher Austausch. Allen institutionalisierten Hürden zum Trotz setzen sich sowohl unsere Gäste als auch wir für die Normalisierung der Inklusion ein. Auf beiden Seiten entfaltete sich im Gespräch viel positive Energie, um das gemeinsame Ziel weiter zu verfolgen. Wir danken der 5c, dass wir ihren Klassenraum für unser Zusammentreffen nutzen konnten. Wir wünschen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen spannenden Kongress und freuen uns sehr über das kenianische Gemälde, welches uns am Ende des Besuchs überreicht wurde. 

12.06.2018 KÜH/SCZ

Unser Auftritt beim CSD 2018

Am 16.06.2018 haben viele Oldenburger Schulen, darunter vor allem auch die Helene-Lange Schule, unter dem Namen des Stadtschülerrates (SSR) Oldenburg am CSD teilgenommen. Mit großer Beteiligung standen die Schulen engagiert für eine vielfältige und tolerante Gesellschaft und für den Respekt gegenüber allen Menschen ein. Hierbei wurde ein farbenfroher und gelungener Auftritt inszeniert! Mit bunt-dekoriertem LKW, lauter Anlage mit guter Musik und eine motivierte, große Fußtruppe.

In der Organisation gab es von Seiten des Stadtschülerrates leider einige Schwierigkeiten, die größtenteils nicht klar an die teilnehmenden Schulen kommuniziert wurden.
Trotz diesen erschwerten Bedingungen ist es der Helene-Lange-Schule hervorragend gelungen, den LKW mit einer Anlage auszustatten und den Wagen mit selbst gestalteten Bannern, Regenbogenfahnen, Luftballons und anderen Deko-Artikeln zu schmücken. 

Der Auftritt wurde somit zu einem riesigen Erfolg, nicht zuletzt aufgrund der wunderbaren und großen Fußgruppe, die sich dem LKW anschloss. Unser Dank gilt all denen, die sich an der Demonstration beteiligt haben! Insbesondere hervorheben möchten wir jedoch das Engagement des Organisationsteams, der Verantwortlichen für den LKW und all den Personen, die uns als Radengel tatkräftig unterstützt haben! Wir hoffen im nächsten Jahr neben der IGS Kreyenbrück, der IGS Flötenteich und der Graf-Anton-Günther-Schuleauch noch mit mehr Oldenburger Schulen am CSD teilnehmen zu können! Termin schon vormerken: 15.06.2019! 

In klassenübergreifenden Gruppen setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit verschiedenen stoffgebundenen Süchten auseinander. Sie nahmen die Gelegenheit wahr, in persönlichen Begegnungen mit Betroffenen aus erster Hand zu erfahren, wie leicht man durch abhängigmachende Substanzen die Kontrolle über sein Leben verlieren kann. Abschließend präsentierten die Gruppen ihre Eindrücke dem Jahrgang in Spielszenen, Standbildern und Vorträgen. 

Wir bedanken uns ausdrücklich bei den Gästen, die bereitwillig und offen ihre Erfahrungen mit den Schülern geteilt haben und deutlich machten, dass Betroffenen viele Hilfsangebote zur Verfügung stehen. Denn gerade die Begegnung mit Betroffenen hinterlässt bei den Schülerinnen und Schülern einen bleibenden Eindruck und gibt eventuell Hilfestellung für die Zukunft.

Handy-Sammelaktion

Die Klimabotschafter des 8. Jahrgangs werden Boxen aufstellen, in die man Handys, die nicht mehr funktionstüchtig sind oder die nicht mehr gebraucht werden, rein legen kann. Vom 15.05.17 bis zum 09.06.17 kann man die Handys zu den Boxen bringen. Eine der Boxen wird im Lehrerzimmer im Erdgeschoss stehen und die andere in Helenes Shop. Der Erlös des Recyclings spendet die Firma an die Deutsche Umwelthilfe e.V. Also: Alte Handys raus aus der Schublade, Ressourcen sparen und Gutes tun für die Menschen und die Umwelt.

In der Zeit vom 29.05.17 bis zum 02.06.17 werden die Klimabotschafter einen Infostand in der Nähe vom Helenes Shop haben. Dort wird ein Film über das umweltschädliche und lebensgefährliche Recyceln von Handys in Afrika und Asien gezeigt, die Schüler und Lehrer werden noch weiter informiert und es werden fleißig weiter Handys gesammelt. Die Handys werden von unserer Schule erst einmal an Telekom weiter gegeben. Doch Telekom behält diese nicht lange, sondern verschickt die Handys zu einer Firma, die erst einmal alle Daten löscht und dann  die Handys umweltgerecht in Deutschland recycelt. Dabei werden die wertvollen Metalle gewonnen und können wieder verwendet werden. Somit müssen weniger Ressourcen neu gewonnen werden für die Produktion neuer Handys.

Drei erlebnisreiche und aufregende Wochen liegen nun hinter den 15 Schülerinnen und Schülern, die am Wochenende zusammen mit Frau Pech, Frau Wittkopp und Herrn Jauernik  aus Port Elizabeth, Südafrika heimkehrten.

Die Mitglieder der Projektgruppe „Partnerschaft schafft Energie – partnership creates power“ schlossen mit ihrem Besuch bei der Sanctor Highschool und der Willow Acadamy ein dreijähriges intensives Austauschprojekt erfolgreich ab, das vom ENSA-Programm des Bundesministeriums für  Entwicklung und Zusammenarbeit gefördert wurde.

Nach der Landung in Kapstadt, dem Besuch der Gedenkstätte Robben Island und einem Blick vom Tafelberg brach die Delegation der HLS mit dem Bus in Richtung des Tsitsikamma Nationalparks auf, um dort mit ihren südafrikanischen Freunden einige gemeinsame Tage zu verbringen.

Neben Exkursionen zur Nelson Mandela Metropolian University und in den Addo Elephant Park waren der Workshop zum Bau der Solarlampen,  die Präsentationen unserer Schülerinnen und Schüler vor südafrikanischen Klassen und der Besuch beim Bürgermeister der Stadt Port Elizabeth absolute Höhepunkte der  Reise.

Aufgrund der überwältigenden, positiven Resonanz des Austauschprojektes wurde mit den Schulleitungen der Sanctor Highschool und der Willow Acadamy vereinbart, dass das Projekt im nächsten Jahr mit dem Besuch einer Lehrerdelegation beider Schulen in Oldenburg  fortgesetzt wird.

Das Lehrerteam organisiert in diesem Schuljahr Veranstaltungen zur Auswertung und Evaluation dieser  Austauschbegegnung, wozu wir die Schulöffentlichkeit herzlich einladen. Vorab empfehlen wir den Artikel des PE Harald über unser Projekt

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Integrierte Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe
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