Bericht aus Brasilien

06 April 2018

Das ist nun mein letzter Quartalsbericht aus Brasilien...kaum zu glauben, dass ich noch nicht einmal in drei Monaten schon wieder in Deutschland bin. Da die Jahreszeiten hier in Natal umgekehrt zu unseren zuhause sind, hat jetzt der Winter begonnen, wobei sich die Temperatur allerdings nur wenig geändert hat, so dass bei ca. 27°C jetzt die Regenzeit ist. Die letzten Wochen sind wie im Flug vergangen, unter anderem konnte ich im Februar beim brasilianischen Karneval mitfeiern (es war die ganze Woche schulfrei) und ich war Mitte März mit dem rotarischen Tourveranstalter Belo auf einer zweiwöchigen Rundreise durch Südbrasilien, 4 Flugstunden von meinem Wohnort Natal entfernt.
Wir haben die Busreise in Foz do Iguaçu im Bundesstaat Paraná begonnen, wo wir den Iguaçu Nationalpark und die Wasserfälle besuchten, die Gewohnheiten und Kultur der Menschen im Süden kennenlernten und die Grenzen zwischen den Ländern Paraguay, Argentinien und Brasilien überquert haben. Sieben Städte in vier Bundesstaaten haben wir besichtigt, unter anderem Gramado und Canela in Rio Grande do Sul, die sehr europäisch geprägt sind durch deutsche und italienische Einwanderer. Die Tour durch Südbrasilien war sehr anstrengend, teilweise saßen wir wegen der Entfernungen stundenlang im Bus, aber die Sehenswürdigkeiten und Eindrücke waren es wert.
Nun habe ich noch ungefähr fünf Wochen Schule, bevor ich mein letztes Reiseabenteuer hier in Brasilien antreten darf, nämlich zwei Wochen Amazonasreise im Mai. Dann starten wir von Manaus (4600 km westl. von Natal) aus. Dort lernen wir über das Ökosystem Amazonas, sowie die Flora und Fauna des Regenwaldes und die Kultur der Ureinwohner. Leider bin ich letzte Woche Opfer eines Straßeraubs geworden und mein Handy wurde mir von einem Motorradfahrer entrissen während ich telefoniert hatte. Die Polizei kann nicht helfen, Überfälle gehören hier zum Tagesgeschehen. Mir ist zum Glück nichts passiert, aber der Schreck war doch für alle heftig.

Ich hoffe, ihr hattet schöne Osterferien. Zum Sommerferienanfang bin ich dann wieder in Oldenburg.