Inklusion - sonderpädagogische Unterstützung

An unserer Schule lernen und leben Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Herkunft und Hintergründe, verschiedener Interessen und sehr unterschiedlicher Fähigkeiten und Fertigkeiten. Für uns ist es selbstverständlich, dass dazu in allen Jahrgängen auch Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf zählen. Zudem werden geflüchtete Jugendliche in unsere Lerngruppen integriert, die noch besondere Unterstützung im Bereich der Sprache benötigen.

Noch vor der Landtagswahl fand in der HLS am Montag, den 18.9. eine spannende Diskussion statt. Politikerinnen und Politiker der CDU, der SPD, der Grünen, der FDP und der Linken diskutierten mit Vertreterinnen und Vertretern der Schulgemeinschaft über die Umsetzung der Inklusion und stellten sich den Fragen des bunten Publikums. Ganz zentral ging es um die Ungerechtigkeit, dass Schülerinnen und Schüler mit Unterstützungsbedarf im Bereich Geistige Entwicklung nach der zehnten Klasse unsere Schule verlassen müssen und es in Oldenburg kein geeignetes Anschlussangebot gibt – trotz zwölfjähriger Schulpflicht!

Es ist normal, verschieden zu sein

Alltag an der Helene-Lange-Schule

Die Helene-Lange-Schule ist eine Integrierte Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe, die von rund 1000 Schülerinnen und Schülern besucht wird und an der etwa 100 Lehrkräfte tätig sind. An unserer Schule wurde die erste Integrationsklasse im Schuljahr 2000/2001 eingerichtet und es bestehen seitdem vielfältige Erfahrungen mit integrativen und seit 2013/2014 inklusiven Klassen.

Die Heterogenität aller Schülerinnen und Schüler wird als Chance und Bereicherung angesehen und innerhalb der Unterrichtsorganisation haben sich alle Beteiligten auf die Unterschiedlichkeit ihrer Schülerschaft im Schulleben und im Unterricht eingestellt. Es wird die Verschiedenheit der Schülerinnen und Schüler genutzt und es herrscht folgender Grundsatz: „Es ist normal, verschieden zu sein“.

Der Kultusminister an der HLS!

Am 12.4. besuchte uns der niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne. Wir nutzten die Gelegenheit, ihm unseren Unterrichtsalltag und das gemeinsame Lernen in unserer IGS an einem Nachmittag in Ausschnitten zu präsentieren. So erlebte der Minister hautnah die Arbeit des Kurses Darstellendes Spiel Jahrgang 9 in Vorbereitung auf den nächsten Auftritt sowie vielfältige Proben der Zirkus-AG gemeinsam mit der Sportklasse 5b. Außerdem erhielt er einen Einblick in den experimentellen NW-Unterricht der Klasse 8d. Der Minister zeigte sich beeindruckt, genauso wie zahlreiche weitere Gäste der Stadt Oldenburg und der Landesschulbehörde.

Eingeladen worden war Herr Tonne vom SPD-Landtagsabgeordneten Ulf Prange, der nach unserer Podiumsdiskussion „Inklusion und zwölfjährige Schulpflicht“ im Herbst versprochen hatte, sich im Landtag für unser Vorhaben einzusetzen. Dieses Thema war auch der Schwerpunkt des Gesprächs zwischen Schulleitung und allen Beteiligten, das im Anschluss an den Rundgang stattfand: Wir wollen unsere Schülerinnen und Schüler mit Unterstützungsbedarf im Bereich Geistige Entwicklung auch in ihren letzten zwei Schuljahren bei uns behalten! Nachdem sich der Minister persönlich von unserer guten Arbeit überzeugen konnte, sind wir der Hoffnung, auf dem aus formalen Gründen anstrengenden Weg erneut einen Schritt weitergekommen zu sein!

Auch die NWZ hat über den Besuch ausführlich berichtet......

Diversity and Inclusion: Yes, we can!

Süd- und ostafrikanische Gäste der Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg wollten sich im Rahmen einer Tagung ein Bild von der Umsetzung der Inklusion an einer Schule in Deutschland machen. Bei uns waren sie herzlich willkommen. Nach einer kurzen Vorstellung unseres Rahmenkonzeptes ergab sich ein reger und aufschlussreicher Austausch. Allen institutionalisierten Hürden zum Trotz setzen sich sowohl unsere Gäste als auch wir für die Normalisierung der Inklusion ein. Auf beiden Seiten entfaltete sich im Gespräch viel positive Energie, um das gemeinsame Ziel weiter zu verfolgen. Wir danken der 5c, dass wir ihren Klassenraum für unser Zusammentreffen nutzen konnten. Wir wünschen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen spannenden Kongress und freuen uns sehr über das kenianische Gemälde, welches uns am Ende des Besuchs überreicht wurde. 

12.06.2018 KÜH/SCZ

Am vorletzten Schultag wurde in Rostock der diesjährige Jakob Muth Preis für inklusive Schule verliehen. Der Preis ging in diesem Jahr an die AG Inklusion an Oldenburger Schulen, an der sich die HLS maßgeblich beteiligt. Der Preis wird von der Beauftragen der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, der Bertelsmann Stiftung und der Deutschen UNESCO-Kommission jährlich an Einrichtungen vergeben, die in vorbildlicher Weise zeigen, wie Inklusion erfolgreich umgesetzt werden kann. Bei der Preisverleihung in Rostock mit dabei war eine Band der Klasse 7d, die sich mit ihrem Musiklehrer Boris Burchards auf ihren Auftritt vorbereitet hatte und von den Lehrerinnen Johanna Beuse und Susanne Kouhil begleitet wurde.