Chronik Oberstufe

Abiturentlassung 2020

Am Freitag den 10.07.2020 wurde der aktuelle Abiturjahrgang am Nachmittag feierlich im Marschwegstation entlassen. Unter den gebotenen Regeln für größere Veranstaltungen haben wir einen würdigen Abschluss für diesen tollen Jahrgang finden können. Die Bilder sollen zumindest einen kleinen Eindruck von der Veranstaltung vermitteln.  

Helene Lange - Ein Leben

Darstellendes Spiel in Zeiten von Corona - WPK DS 11:
Unsere allererste DS-Stunde im Sommer 2019 war für uns alle ein wenig irritierend, wenn nicht sogar beschämend. Niemand hatte zuvor geschauspielert, weshalb wir uns alle ziemlich anstellten.

Heute, bei unserer letzten DS-Stunde, ist unser Ego um einiges gewachsen, denn wir alle können von uns sagen, dass wir einiges geleistet haben. Dank Frau Schlalos sind wir über unseren Schatten hinweggesprungen und sehen uns insgeheim schon im nächsten Broadway Stück. 

Mit der Hilfe von Frau Viertelhaus haben wir sogar unsere eigenen Kostüme genäht und durch Herrn Burchards haben viele ihre musikalische Seite entdeckt.

Wir haben mit viel Spaß und Freude an dem Stück über Helene Lange gearbeitet – und uns auch von Corona nicht davon abhalten lassen. Am Ende haben wir einen Trailer von unserem Stück zusammengeschnitten, um euch dieses Jahr doch noch einen kleinen Einblick in unsere Arbeit geben zu können. Wir hoffen sehr – und werden alles in unserer Macht stehende versuchen, damit wir das Stück im nächsten Schuljahr 2020/21 doch noch aufführen können.

Mavie Sellere, 11a

Die Welt ist außer Atem

2020: Darstellendes Spiel in Jahrgang 12 – Theater ohne Zuschauer:

Wir hatten eine Mission - ein Theaterstück zu kreieren, das die aktuellen Missstände der Welt, ob in sozialer oder ökologischer Weise, aufdecken sollte. Da wir aber rund um die Uhr mitbekommen, wie Menschen immer wieder davon sprechen wie „schlecht“ alles ist, wollten wir dem etwas anderes gegenüberstellen. Also setzten wir uns als Leitmotiv die „Hoffnung“. Was wurde denn schon bewirkt? Wer hilft eigentlich die ganze Zeit? Wer rettet uns? Und uns fiel auf, dass wir darüber noch gar nicht so viel Wissen hatten. Aber was hätten wir zu unserer Verteidigung vorzubringen, wenn die Götter beschließen würden, die Erde als gescheitertes Projekt zu vernichten? Was haben wir Menschen eigentlich je für die Erde getan? Also forschten wir nach und informierten uns über Menschen, die aktiv zu einer besseren Welt beitragen oder beigetragen haben: die Preisträger des „Right Livelihood Awards“ (Alternativer Nobelpreis). Ihre Arbeit haben wir als Inspiration genommen. Dabei sind wir auf beeindruckende Menschen gestoßen, die teilweise unter Einsatz ihres Lebens für die Bewahrung der Natur und das Ende der Gewalt gekämpft haben oder immer noch kämpfen. Um die Zuschauer an den Erkenntnissen unserer Forschungsreise teilhaben zu lassen, haben wir Figuren für eine Reisegruppe* erarbeitet, die die Suche nach der Hoffnung in katastrophalen und tragischen Weltsituationen auf sich nehmen. Sie bereisen zunächst das Amazonasgebiet und begegnen den Yanomami, dann reisen sie nach China und erleben Gewalt an Frauen. Schließlich endet ihre Reise in USA, wo Chemiekonzerne ungestraft Gewässer verseuchen. Aber ist das genug? Ist das Projekt Erde nicht trotzdem gescheitert? Oder gibt es noch Hoffnung?

Dieses motivierende und vielseitige Theaterstück, an dem wir das letzte Jahr gearbeitet haben, konnten wir aufgrund der aktuellen Lage nicht aufführen. Daher würden wir sehr gerne einen kleinen Einblick in unser Projekt liefern, anhand eines selbstgestalteten Trailers, bestehend aus Action, Drama, der traurigen Wahrheit und mit einer Prise Humor. Wir hoffen wir haben euer Interesse für unser Projekt geweckt, viel Spaß beim Gucken! J

 

Von Chantal Mouawad und Alexa Schmitz, DS-Kurs Frau Schlalos

 

*Diese Reisegruppe besteht aus sehr unterschiedlichen Charakteren, die die verschiedenen Arten von Menschen repräsentieren. Zum einen gibt es die Tussi – welche Oberflächlichkeit und Naivität wiederspiegelt. Der Junkie sieht die Welt und ihre zahlreichen Facetten sehr blauäugig. Der Besserwisser und seine Rolle dienen dazu, dass das Theaterstück auch mit informativem Wissen gefüllt wird. Damit muss er auch immer wieder prahlen und angeben ;). Außerdem gibt es noch den Esel. Der Esel symbolisiert die betroffenen Tiere und wie die Auswirkungen menschlichen Fehlverhaltens (z.B. Klimawandel, Abholzung im Amazonas) ihre Lebensart und ihren Lebensraum beeinflussen. Er gibt den Tieren mit seinem entzückenden „IA“ eine Stimme.

 

Der Austausch nach Chile 2019/2020

Von unserer Schule aus ist es jedes Jahr möglich  im 11. Jahrgang für ungefähr drei Monate einen Auslandsaufenthalt in Chile wahrzunehmen. Wir haben dort eine deutsche Partnerschule, die sich in Viña del Mar befindet. Letztes Jahr haben eine weitere Schülerin (Caroline Bönisch) und ich (Charlotta Wohlert) diesen Aufenthalt wahrgenommen und sind Ende August von Hamburg über London nach Santiago (Hauptstadt von Chile) geflogen.

Am Flughafen wurden wir jeweils von unseren Austauschülerinnen und Familien abgeholt, bei denen wir für die nächsten drei Monate gelebt haben. Um in den Ort zu kommen, wo wir gelebt haben, mussten wir mit dem Auto noch eine Stunde fahren. Die Städte Viña del Mar und Valparaíso liegen direkt neben einander am Meer und haben beide eine zugängliche Strandpromenade, welche wir in der Zeit auch häufig besucht haben. Meine Austausschülerin lebt in Quilpué, einem kleinern Ort ein wenig weiter im Inland. Von dort aus ist man mit der Metro eine halbe Stunde ans Meer und ins Zentrum von Valparaíso gefahren.

Nach ein bis zwei Wochen waren wir beide auch gut in der Familie angekommen und man kam immer mehr in einen Alltag rein. Wir mussten beide morgens mit zur Schule, jedoch hatten einige Klassen sehr viel Unterricht auf Deutsch und teilweise konnten wir sehr viel verstehen. Außerdem durften wir jeden Tag den Unterricht um ein Uhr verlassen, um unseren freien Nachmittag selbst zu gestalten. Die anderen Schüler hatten meistens bis 17 Uhr Schule. Bis Mitte September waren noch einige Austausschülerinnen aus anderen Städten von Deutschland vor Ort, die jedoch alle dann zusammen abgereist sind und so waren wir beide die letzten vor Ort.

Nach der Schule sind wir häufig in die Stadt gefahren, um dort etwas zu essen, uns an den Strand zu setzen oder auf kleinen Märkten einkaufen zu gehen, den sogenannten Ferías. An den Wochenenden wurde im besten Fall viel Zeit mit der Familie verbracht. Ich habe anfangs viele kleine Ausflüge mit ihnen gemacht, auch nach Valparaíso und nach Viña del Mar. Ende Oktober hat meine Familie mit mir sogar einen Urlaub gemacht.

Mit dem Flugzeug sind wir von Santiago aus in die Atacamawüste geflogen. Dort haben wir ein paar Tage in dem kleinen Ort San Pedro gewohnt. Eigentlich bestand der Ort nur aus einer Straße, an welcher es einige Restaurants und kleine Geschäfte gab. Alle Häuser wirkten sehr alt und waren aus Lehm gebaut. Die Atacamawüste selbst ist die trockenste Wüste der Welt und sehr sehenswert. An einem Tag haben wir eine Tour über die verschiedensten Punkte der Wüste gemacht. Es war die ganze Zeit über ein wenig kühl, jedoch hat sich es auf jeden Fall gelohnt. Wir sind einige Stunden lang unterwegs gewesen und haben an unterschiedlichen Orten von einem Tourguide Informationen zu der Wüste angehört. Es war sehr beeindruckend. An einem anderen Tag sind wir morgens um vier Uhr auf den 4280 Meter hohen Vulkan „el Tatio“ gefahren, die Temperatur betrug ungefähr -15 Grad und trotzdem war das Nebensache. Aus dem Boden des Vulkans schossen an vielen verschiedenen Stellen meterhohe Dampfsäulen heraus. Im direkten Gegensatz dazu haben wir am nächsten Tag eine Therme besucht, welche eine Wassertemperatur von 35 Grad hatte. Ein wenig wie in einem Whirpool.

Den ganzen Urlaub konnten wir noch schön genießen, danach hat sich die Lage in Chile um einiges verschlechtert. Aufgrund der Erhöhung von Metropreisen begannen Tausende von Menschen auf die Straße zu gehen und dagegen zu protestieren. Dies passierte jedoch nicht friedlich, sondern mit viel Gewalt, Bränden und Plünderungen. In Chile leben sehr viele Menschen mit sehr wenig Geld und müssen bei den aktuellen Preisen häufig die Hälfte ihres Gehaltes nur für die Anreise zur Arbeit wieder ausgeben. Das beschreibt nur einen kleinen Teil der Ungerechtigkeiten unter den Bevölkerungsschichten in Chile, diese sind enorm und deshalb eskalierte die Situation in rasanter Geschwindigkeit. Schon am zweiten Tag der Proteste war es nicht klar, ob wir aus unserem Urlaub noch zurückreisen könnten, da die Flughäfen und besonders die Stadt Santiago selber von riesigen Protesten betroffen waren.  Aufgrund der privilegierten Familien, die auf die deutsche Schule gehen, waren unsere Familien nicht von den Ungerechtigkeiten betroffen. Wir wohnten sicher und in einem abgeschlossenen Viertel, dennoch wurde nach kurzer Zeit die Schule für einige Zeit geschlossen und es wurde nach 20 Uhr eine Ausgangssperre ausgehängt. Mit der Zeit wurden die Proteste immer lauter und gefährlicher, sodass auf den Straßen Militär mit Waffen herumlief und man häufig großen Respekt vorm Rausgehen hatte. Meine Familie hat sich große Mühe gegeben mir trotzdem eine sehr schöne Zeit  zu gestalten und das ist ihnen auch sehr gelungen. Auch wenn der Aufenthalt aufgrund der Proteste ein wenig eingeschränkt war, würde ich ihn sofort wiederholen und erneut hinfliegen. Auch die drei Monate, die meine Austausschülerin zu uns nach Hause kamen, waren auf jeden Fall eine Erfahrung wert! Wir haben ihr versucht so viele Eindrücke wie möglich zu geben und waren an viele verschiedenen Orten mit ihr.

Hier sind noch einige Bilder von der Zeit und meiner Familie.  Charlotta, 11  B.

Die Schüler*innen der 11d sowie der 6a nutzten im Deutschunterricht bei Herrn Klingbeil das schulinterne digitale Forum zu einem intensiven literarischen Austausch. Gedanken, Gefühle und Erlebnisse in der Zeit der Coronakrise wurden in literarischen und poetischen Texten beschrieben und ausgedrückt. Es ist eine bunte Vielfalt von Ergebnissen entstanden. Mehrere Schüler haben ihr Ergebnis für die Veröffentlichung auf der Homepage zur Verfügung gestellt: Lest selbst!

Deutschunterricht in Coronazeiten

Leben in Zeiten von Corona:

Die Schüler*innen in der 11d nutzten im Deutschunterricht mit ihrem Lehrer Johannes Klingbeil das schulinterne digitale Forum zu einem intensiven literarischen Austausch. Gedanken, Gefühle und Erlebnisse in der Zeit der Coronakrise wurden in literarischen und poetischen Texten beschrieben und ausgedrückt. Celine hat ihr Ergebnis für die Veröffentlichung auf der Homepage zur Verfügung gestellt: Lest selbst!

Es gibt ein Leben danach!

Zukunftswerkstatt der Ober-/Abschlussstufe:

Fieser Spoiler: Es gibt ein Leben danach! Die spannende Frage, ob nach der Schulzeit noch irgendetwas kommt, trieb etliche Schüler*innen bis vor kurzem um. Jetzt, als die Spannung nach vielen Schuljahren auf den Siedepunkt zustrebte, wurde sie den Schüler*innen des elften Jahrgangs bzw. der Abschlussklasse 11/12 vorsätzlich verdorben.

Skifahrt 2020

Vom 17. bis zum 25. Januar ging es auch dieses Jahr für uns, den 12. Jahrgang, auf Skifahrt nach Österreich.

Dank des sehr sonnigen Wetters auf der Piste konnten wir uns voll und ganz auf das Skifahren konzentrieren. Mit Stolz können wir sagen, dass sich zum ersten Mal weder Schüler*innen, noch Lehrer*innen auch nur leicht verletzt haben und sich Krankenwagen und Nothubschrauber dieses Jahr anderen Aufgaben widmen konnten. Das Skigebiet „Goldeck“ bot Pisten sowohl für Anfänger*innen als auch für Profis an und ermöglichte so, dass jede*r auf seine/ihre Kosten kommen konnte. Mit sehr viel Spaß und schnellen Fortschritten fuhren sogar die Anfänger*innen bald herausfordernde Pisten. Insgesamt gab es viele Möglichkeiten über sich hinauszuwachsen und auch als gesamte Gruppe hatten wir die Möglichkeit, auf der Fahrt noch stärker zusammen zu wachsen.

Die Unterkunft in Seeboden sorgte dank des sehr freundlichen Personals für ausreichend Verpflegung und gemütliche Zimmer. Durch die tägliche „Eumelwahl“ am Abend konnten die lustigsten „Ausrutscher“ gekrönt werden. Die sogenannten „Eumel“ waren am darauffolgenden Tag aufgrund ihrer bunten T-Shirts auf der Skipiste kaum zu übersehen.

Insgesamt war die Skifahrt sehr spaßig und wir konnten mit vielen tollen Erlebnissen nach Hause fahren.

 

Marie und Carla (Q1)

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