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Projektwoche des 8. Jahrgangs

Demokratie erleben und Haltung zeigen

Geändert am 01. Juli 2026.

In der Woche vom 22. bis 26. Juni beschäftigte sich der gesamte 8. Jahrgang mit den Themen Demokratie, Menschenrechte und Diskriminierung. Ziel der Projektwoche war es, sich mit Ausgrenzung, Respekt und Menschenrechtsverletzungen in der Vergangenheit und Gegenwart auseinanderzusetzen und darüber nachzudenken, wie jede und jeder zu einem respektvollen Miteinander beitragen kann.
Zu Beginn der Projektwoche berichtete Frau Irene Witte von den „Omas gegen Rechts“ als Zeitzeugin über die Geschichte ihrer Familie sowie über die Auswirkungen des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs. Ihre persönlichen Erzählungen machten deutlich, welche individuellen Schicksale, Kriegserfahrungen und Erlebnisse der Nachkriegszeit mit sich brachten und wie diese bis heute nachwirken.
Zur Vor- bzw. Nachbereitung des Besuchs der Gedenkstätte Wehnen schauten wir den Film Ich werde nicht schweigen. Dieser diente dazu, das Verständnis für die Verbrechen der NS-Zeit sowie das Schicksal der Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“ zu vertiefen und ein besseres, konkreteres Verständnis der historischen Ereignisse zu ermöglichen. Der Film half dabei, die Inhalte einzuordnen und zu reflektieren und ergänzte den Besuch der Gedenkstätte Wehnen, der die historischen Ereignisse zusätzlich noch greifbarer machte und zum Nachdenken anregte.
Neben dem Blick in die Vergangenheit beschäftigten wir uns auch mit Formen der Diskriminierung in unserem heutigen Alltag. Im Unterricht schauten und reflektierten wir verschiedene Kurzfilme zu den Themen Hate Speech, Ausgrenzung, Rassismus und respektvoller Umgang miteinander. Gemeinsam diskutierten wir, wie Diskriminierung entsteht, welche Auswirkungen sie hat und wie wir ihr im Schulalltag begegnen können.
Ein besonderes Highlight der Woche war das Filmprojekt mit dem Cine k. Nach einer gemeinsamen Einführung wurden wir in Gruppen eingeteilt und setzten uns jeweils mit unterschiedlichen Formen von Diskriminierung auseinander. Die Themen waren Ableismus, Klassismus, Religionsfeindlichkeit, Sexismus, Rassismus und Queerfeindlichkeit. Mithilfe von Stop-Motion-Technik entwickelten und gestalteten die Gruppen eigene Kurzfilme, die alltägliche Situationen aufgriffen und zum Nachdenken anregen sollten. Dabei entstanden kreative und eindrucksvolle Filme, die zeigten, wie vielfältig Diskriminierung auftreten kann und wie wichtig Empathie, Respekt und ein achtsames Miteinander sind.
Den Abschluss der Projektwoche bildete ein gemeinsamer Besuch im Cine k. Dort wurden alle entstandenen Filme vor dem gesamten 8. Jahrgang präsentiert. Die Ergebnisse waren bemerkenswert und zeigten mit viel Kreativität, Engagement und Einfühlungsvermögen, wie intensiv sich die Schülerinnen und Schüler mit den Themen auseinandergesetzt hatten.
Auch das Feedback zur Projektwoche fiel durchweg positiv aus. Viele Schülerinnen und Schüler lobten die abwechslungsreichen Programmpunkte und die Möglichkeit, sich aktiv mit gesellschaftlich wichtigen Themen auseinanderzusetzen. Gleichzeitig wurden gemeinsam Ideen gesammelt, wie die Projektwoche künftig noch weiterentwickelt werden kann. So entstand beispielsweise der Vorschlag, für den Besuch der Gedenkstätte Wehnen einen Actionbound zu erstellen oder die Themen der Projektwoche im Fachunterricht noch intensiver zu vertiefen.
Die Projektwoche hat eindrucksvoll gezeigt, dass Demokratie jeden Tag gelebt wird – im Klassenzimmer, auf dem Schulhof und überall dort, wo Menschen einander begegnen.
Ein besonderer Dank gilt der großzügigen Unterstützung durch die Kulturförderung der Stadt Oldenburg, den Präventionsrat der Stadt Oldenburg sowie den Förderverein der Helene-Lange-Schule. Ebenso danken wir dem gesamten Schulpersonal, das durch zusätzlichen Einsatz und Mehrarbeit die Durchführung und Begleitung der gesamten Projektwoche möglich gemacht hat.
Durch diese Unterstützung konnten alle Angebote der Projektwoche für alle Schülerinnen und Schüler kostenfrei ermöglicht werden.
Lucía Westerholt

Filmprojekt mit Cine k

Hate Speech

Gedenkstätte Wehnen

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